Bővebb ismertető
Am Saum der Wüste.
Erstes Kapitel.
Das Kreuzheer, das Kaiser Friedrich II., der Enkel des Rot-
barts, in das gelobte Land führte, war, von Cypern aus
überfahrend, am 7. September des Jahres 1228 in Akkon
gelandet und von hier die Küste hinabgezogen gen Süden bis
nach Joppe.
In dieser Stadt machte man Halt, alsbald wurden Verhand-
lungen eröffnet: Sultan Alkamil von Ägypten hatte vor kur-
zem seinem Neffen, dem Emir Annafir Daud von Damaskus,
die heilige Stadt Jerusalem und ein Stück von Syrien entrissen
und schickte sich an, das ganze Emirat Damaskus zu erobern.
Diesen in Krieg auflodernden Erbstreit unter den beiden
Häuptern der Ungläubigen hoffte Friedrich, der Staatskunst
nicht minder als der Feldherrnschaft ein Meister, verwerten zu
können: Verträge sollten dem Kreuzheer das Waffenhand-
werk wesentlich erleichtern. Aber Vorsicht war geboten. Ob
die Verhandlungen glücken, ob sie scheitern würden, - nie-
mand vermochte das vor herzusagen. Und im Heere wußte
man gar nicht, welcher der beiden Parteien der undurchschau-
bare Sohn Heinrichs VI., der den Geist überlegener Staats-
kunst von seinem Vater geerbt hatte, sich schließlich zuneigen
werde, mit wem er die geheimnisvollen Botschaften aus-
tausche, die seine bis in den Tod ihm ergebenen und tief ver-
schwiegenen sizilianischen Araber aus dem Lager von Joppe in
die Wüste hineintrugen, in unbekannter Richtung verschwin-
dend . . .
Einstweilen aber - das war allbekannt - rückten die Heere
der beiden Fürsten, das ägyptische von Süden, das damasze-
nische von Nordosten drohend gegen Joppe heran. Kam es
nicht zur Verständigung, so konnten der Oheim oder der Neffe
- oder vielleicht, nach einem der in diesem Lande so häufigen
Umschläge der Ziele oder der Stimmungen, beide - plötzlich
über die kleine Streitmacht des Kaisers herfallen, ihren bishe-
rigen Hader in den gemeinsamen Haß gegen die „Franken"