Bővebb ismertető
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Unweit der polnischen Stadt Krakau saßen eines Abends in der Gastwirtschaft „Zum Auerochsen", die der Abtei Tyniec unterstand, mehrere Männer um zwei Fremde geschart, die von weiter Kriegsfahrt zurückgekehrt waren. Der ältere Fremdling wußte viel Aufregendes von fernen Ländern und Kriegserlebnissen zu berichten; er war breitschultrig, gewaltig groß, sein Lederkoller trug die Spuren des Panzers, in seinem aus Kupferringen gefügten Gürtel steckte ein Messer und an der Seite ein kurzes Schwert. Neben diesem bärtigen Kriegsmann saß ein Jüngling, fast noch ein Knabe, dem die Locken frei auf die Schultern fielen und dessen Augen fröhlich und selbstbewußt dreinblickten; auch auf seinem Lederwams sah man deutlich die Spuren der Rüstung. Die Zuhörer am Tisch waren Kaufleute aus der Stadt und Landedelleute, die der Zufall hier zusammengeführt hatte.
,,Ihr seid weit gereist, Herr Ritter!" meinte einer der Krakauer Bürger.
,,Von all denen, die jetzt nach Krakau reisen, haben wohl nur wenige soviel gesehen und erlebt", bestätigte der Bärtige.
,,Und es sind doch Tausende nach Krakau unterwegs!" sagte der Kaufmann. ,,Sie wollen an den Festlichkeiten teilnehmen, die König Jagiello seiner Gemahlin zu Ehren veranstaltet. Königin Jadwiga erwartet ihr erstes Kind — das soll mit Turnieren und Spielen gefeiert werden, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat."
,,Unter brecht den Ritter nicht!" mahnte ein anderer.
,,Er will gewiß auch nach Krakau und wird darum gern erfahren, was sich dort tut."