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EinleitungDie Größe eines weltgeschichtlichen Menschen kann an drei Maßstäben gemessen werden. Man kann fragen: Wie weit ist er repräsentativ für seine Zeit ? Man kann ihn messen an dem wirksamen Einfluß, den er auf die Nachwelt ausübte, und endlich an der noch in der Gegenwart andauernden Lebendigkeit seines Wesens.f>mm'i^ßy-mplwt'v^ -i'äIst Rousseau der typische Mensch seines Jahrhunderts? Hier können wir ihm nicht die erste Stelle zuweisen, auch wenn wir, von Männern der Tat absehend, uns auf die Männer des Geistes beschränken. Voltaire ist und bleibt der König seines Jahrhunderts - wenn wir die Zeit vom Tod Ludwigs XIV. bis zur Französischen Revolution mit diesem Namen bezeichnen wollen -, er ist der repräsentative Geist der Aufklärung, zum mindesten in ihrer westeuropäischen Form. Als Repräsentant der Zeit kann sich Rousseau mit seinem großen Nebenbuhler nicht messen. Die urteilsfähigen, prominenten Köpfe des Jahrhunderts - ein Friedrich II., die Diderot und d'Alembert, ein David Hume - hätten es sicher für lächerKch angesehen, den Bürger von Genf und den Alten von Ferney auf ein Fiedestal zu stehen, so wie die Deutschen ihren Goethe und Schüler nebeneinander aufreihen. Auch die Zeitbedeutung Rousseaus ist sicher groß: als präsumptiver Thronfolger im Reich des Geistes galt er fast dem ganzen jüngeren Geschlecht, und auch die genannten Prominenten mit ihren Geistesverwandten hätten ihn sicher als die Sensation des Jahrhunderts, als un-gewöhnhch genialen Außenseiter gelten lassen. Huldigungen wie man sie dem darbringt, der ausdrückt, was wir im Innersten sind, hätten sie ihm versagt.Machen wir uns Geistesgeschichtliches an kunstgeschichtlichen Analogien klar, so können wir etwa sagen: Der große bourbonische Barock und das Rokoko fürstUcher Prägung hat keinen imposanteren Vertreter als Voltaire. Das ländlich