Bővebb ismertető
Vorwort
Zentralaraerika - die Landenge zwischen den beiden Kontinenten, die Nikaragua, Kostarika und Panama umfaßt - und der nördliche Teil Südamerikas mit Kolumbien, Venezuela und Ekuador sind archäologisch noch wenig erschlossen. Erwiesen ist, daß in den Ländern zwischen Mexiko und Peru die Goldverarbeitung einen hohen Stand erreicht hatte und eine Vielzahl verschiedenartiger Kulturen entstanden war, deren Zusammenhang mit den Kulturen Mesoamerikas im Norden und des zentralen Andengebietes im Süden unverkeimbar ist.
Das Kulturniveau der einzelnen Volksgruppen war bei der Ankunft der Europäer hier weitaus unterschiedlicher als in anderen Landstrichen Amerikas; der Bogen spannt sich von einfachen Waldindianern bis zu Kleinstaaten bildenden Stämmen.
Die Gebiete, die in diesem Band behandelt werden, sind sowohl Barrieren als Brücken und Barrieren auch Brücken zwischen den Hochkulturen Mexikos, der Maya und Perus gewesen. Ohne Zweifel stellten die aufgefächerte Gebirgskette der Anden, die fast undurchdringlichen tropischen Regenwälder und die weiten Sümpfe dieser Landstriche Hindernisse für den Kulturaustausch zwischen den Subkontinenten dar. Doch fanden Einflüsse aus dem Norden wie aus dem Süden über Gebirgspässe, Fernstraßen und sicher auch auf dem Seeweg Eingang in das Kunstschaffen der Länder »dazwischen«.
Die im Norden angrenzende Maya-Kultur hat kaum Drang zur Expansion nach Süden gezeigt. Um so stärker treten mexikanische Einflüsse hervor. Sie haben sich sowohl in der Sprache wie auch in der Kunst und dem Kult der Völker Nikaraguas und Kostarikas niedergeschlagen. Die südlichsten Vertreter der Nahua-Sprachfamilie sind sicher die Sigua in der Nähe des Golfs von Ghiriqui (Panama) gewesen. Archäologische Funde deuten auf eine Verschmelzung der lokalen Stile mit der Kunst Mexikos im Ghorotega-Gebiet von Guanacaste. Diese Beeinflussung begann nach unserem heutigen Wissen Anfang des 11. Jahrhunderts u. Z., es ist anzunehmen, daß sie mit der Spaltung der toltekischen Stämme und dem späteren Untergang von Tula (i i68) zusammenhing. So fand auch das toltekische Emblem, die Federschlange, seinen Niederschlag in den Malereien der polychromen Keramik. Im Kulturgebiet der Goto (ebenfalls in Kostarika) sind stilistische Anklänge an arawakische Elemente aus dem nördlichen Südamerika erkennbar. Linguistisch führte diese Verwandtschaft über die Brücke der indianischen Sprachen Panamas in das