Bővebb ismertető
Einleitung In einer Zeit wie der unseren, in-der alle Werte zu schwanken scheinen, ist die Kunst eine Realitat von besonderem Gewicht. Ihre zahlreichen und vielgestaltigen geschichtlichen Manifestationen sind allerdings in spateren Zeiten « durch des Gedankens Blásse angekránkelt* worden und habén manches von ihrem einstigen Glanz verloren. Mandier hat ja auch ein ganzes Menschenleben mit dem Studium relatív unbedeutender Epodien und Bewegungen zugebracht. In unserem Fali, der Kunst des altén Orients, erkennt man jedoch auf den ersten BHck die Gröfle und Differenziertheit ihrer Werke. Zeit und Ort habén dieser Kultur ihr besonderes Gepráge gegeben. Der geographische Raum, mit dem wir uns zu beschaftigen habén, war ein günstiger Boden für die frühe Entstehung einer Kunst, und wir Heutigen stehen staunend vor dem Wunder dieser geistigen Entwicklung, die in der Geschichte nicht ihresgleidien hat. Denn nicht nur die Kunst des Nahen Ostens hatte ihren Ursprung in dem fernen Zeitalter, von dem wir berichten wollen. Der Erfindung der Schrift folgte die Wissenschaft auf dem Fufíe, primitiver Aberglaube wurde von fest umrissenen religiösen Vorstellungen überwunden. Innerhalb weniger }ahrhunderte erwarb sich der Mensch hier eine Ausdrucks- und Darstellungskraft, die ihn befáhigte, auch auf seine Mitwelt befruchtend einzuwirken. Die geistige Entwicklung des Nahen Ostens ist ein aufiergewöhnliches Beispiel spontaner Schöpferkraft und um so bemerkenswerter in Anbetracht der verháltnismáfiig kurzen Zeit, in der sie sich vollzog. Zweitausend Jahre bevor die griechische Kultur die Aufmerksamkeit der Welt auf sich lenkte, hatte der Nahe Osten bereits eine erste Hochblüte seiner Kultur erreicht. Wenn der Grieche Sophokles «unsere fortgeschrittenen Errungenscihaften* rühmte, «Sprache, hohen Gedankenflug und kultiviertes stádtisches Leben», so bezog er sich damit auf eine