Bővebb ismertető
Die Verfasser dieses Buches sind weder Kunsthistoriker noch Fachleute der buddhistischen oder der modernen Kunst Asiens, sondern nur Liebhaber der Kunst. Wir habén viele Reisen durch Asien unternommen und dadurch eine Vorstellung von dem spezifisch Vietnamesischen in der Kunst Vietnams gewonnen. Auf unserer Reise durch Vietnam suchten wir das Besondere, nicht Ubertragbare, das nur dort ausgedrückt werden konnte. Beim Besuch der Museen von Hanoi und wáhrend der Reisen durch das Land machten wir mehr als tausend Aufnahmen von Statuen, Bildern, Gebáuden und Kunstgegenstánden. Wir besuchten Maler und Bildhauer und hielten mit unserem Wagen auf der Landstra6e, wenn uns irgendwo in der Náhe ein Gebáude oder Denkmal auffiel. In der Tiefe des Dschungels, im Tempel eines kleinen Dorfes, fotografierten wir das RauchfaB auf dem Altar, legten selbst unter den Ruinen des Krieges ein paar Steinfiguren vom Grabmal des berühmten Generals Do aus dem 15. Jahrhundert frei und stellten sie auf, um sie fotografieren zu können. Manchmal wuftten wir selbst nicht, worauf wir gestofien waren, und lieBen uns von vietnamesischen Kunsthistorikern Ursprung, Altér und Bedeutung des entdeckten Kunstgegenstandes erkláren. Wir machten Entdeckungen, die auch unseren vietnamesischen Freunden unbekannt gewesen waren. Aus den Ruinen eines Tempels am Straftenrand kam zum Beispiel ein Steinrelief mit fünf Tigern zum Vorschein: fünf herrliche Raubtiere, in kalten Stein gemeifielt, von schmeichelnder Lássigkeit erfüllt, ohne Furcht zu erregen. Niemand hatte vorher etwas von der Existenz dieses Reliefs gewuBt. Das war im Jahre 1959, kaum fünf Jahre nach dem Ende des Krieges, der den ganzen Norden in Schutt und Asche gelegt hatte. Nicht eine Stadt war verschont geblieben, das Volk kámpfte und arbeitete noch für die primitivsten Lebensnotwendigkeiten. Dennoch hatte man im Denkmalschutz, beim Sammeln der erhaltenen Kunstschátze trotz aller Mángel bereits die Anfangsschwierigkeiten überwunden. Wir bemühten uns, in den bekannten Fundgruben der nordvietnamesischen Kunst zu forschen: in den Tempelhallen von But Thap und Thai Phuong, die schon französische und vietnamesische Kunsthistoriker bearbeitet hatten, in der Höhle von Chua Tram und in den Tempeln und Pagoden an der Bergwand, im Berginnern von Chua Tay, die früher nur wenig beachtet worden waren. Daneben bezogen wir das Material der beiden Museen von Hanoi ein. Besonders das Historische Museum enthált reichhaltige Sammlungen, obwohl nur ein Bruchteil der vietnamesischen Kunstschátze hier geblieben ist. Einen bedeutenden Teil habén die Franzosen verschleppt, und viele Werke sind den Zerstörungen des Krieges zum Opfer gefallen.