Bővebb ismertető
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IN DER GROSSEN GESAMTARBEIT DES RUBENS SPRECHEN SEINE LANDSCHAFTEN eine ganz besondere Sprache und stehen auch zu ihrem Urheber seelisch in einem ganz besonderen Verhältnis.
Hier war die Tradition von Antwerpen nicht unwichtig; aus Gemälden und aus Stichen, auch ziemlich umfangreichen, seiner nächsten Vorgänger, der Breughel, Vinckeboms u. a., war Rubens von Jugend an vertraut mit Darstellungen von helHgen, auch mythologischen Geschichten und Gestalten, welche gleichsam nur den kleinen Vorwand geliehen hatten zu großen phantastischen, meist überreichen landschaftlichen Anblicken. In Italien, dessen Landschaftsmalerei von allem Anfang der Renaissance an nicht völlig vom niederländischen Einfluß auszuscheiden ist, lebte gegen Ende des 16. Jahrhunderts ein ähnlicher Phantasiestil wie in den Niederlanden, und hier kam eine monumentale Anwendung in Fresko hinzu, und die römischen Historienmaler der Manieristenzeit nahmen in Kirchen und Palästen sogar öfter Niederländer zu Hilfe für das Landschaftliche. Doch war, als Rubens in Rom erschien, bereits eine Wandlung eingetreten: bei Annibale Carracci und (wie man annimmt) durch diesen bei einem hochstehenden Landsmann des Rubens, Paul Bril, war die Phantastik und der Überreichtum gewichen zu Gunsten der Vereinfachung, der Beschränkung auf wenigere und mächtigere Formen und der größeren Wahrheit der Vegetation. Rubens muß Bril in Rom gekannt haben, und mit einem andern Hauptrepräsentanten der veredelten Landschaft, Adam Elsheimer von Frankfurt, trat er wohl
in nahen Verkehr Dagegen hat die Landschaftsmalerei von Venedig den Rubens wie es
scheint nur wenig berührt. Einen gewissen Eindruck der Landschaftsgründe tizianischer Mythologiebilder in der Proportion und in der Zusammenstimmung zu den Figuren wird man jedoch nicht ganz leugnen können, und auch Tintoretto mit seinen phantastischen Lichteffekten der Formen könnte ihm einige Anregung geboten haben. - Irgendeinen bestimmten landschaftlichen Anblick aus Italien hat Rubens nicht dargestellt und von der dortigen