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Die BlufferDas ist ein Todeskommando", versicherte uns Dieter Zimmer, der Redakteur der Reihe reportage des Zweiten Deutschen Fern-sehens. Dafür kann ich Ihnen unmöglich einen Auftrag erteilen."Ich war enttáuscht. Nach all der jahrelangen fruchtbaren Zusammen-arbeit nun diese Absage, diese fehlende Bereitschaft zum Risiko. Nur weil ich auf der Strecke bleiben und eine etwaige Vorauszahlung ver-lorengehen konnte? Aber Dieter Zimmer tröstete mich: Das ist nicht der Grund. Wenn ich Ihnen einen Auftrag gábe und Ihr Versuch tödlich endete, würde ich mir den Vorwurf einer Mitschuld machen."Nun - das war ein Argument. Trotzdem war ich niedergeschlagen. Denn einen VorschuB hátte der Filmemacher Wolfgang Brög, mein Freund und Reisegefahrte, dringend brauchen können. Im Gegensatz zu mir - ich besaB damals noch eine Konditorei und lebte auBerdem von Publikationen und Vortragen - bezog Wolfgang seine Einnahmen einzig aus dem Drehen von Dokumentarfilmen. Seine Geldreserven waren aufgebraucht, und gerade bei dem neuen Vorhaben muBten wir weite Strecken mit Privatmaschinen fliegen, muBten Schmiergelder bereithalten und Mittel zum Ankauf von Gold besitzen. Immerhin waren vier Monate Zeit für dieses Unternehmen angesetzt, Monate, die auch ohne solche Sonderausgaben Geld kosten würden.DaB unsere neue Aktion groBe Risiken barg, war uns auch klar. Doch wir wollten etwas zum Wohle der bedrohten Yanomami-Indianer tun. Dazu brauchten wir das Fernsehen, weil wir nur über einen solch wirk-samen Multiplikator die Chance hatten, Anderungen zu bewirken. Ohne die Medien im Hintergrund war jeglicher Einsatz für die Yano-mami wirkungslos.Sicherlich hátten andere Organisationen, die uns unterstützten, wie die Gesellschaft für bedrohte Völker", Greenpeace", der World Wildlife Fund" und Robin Wood", uns nicht nur mit Rat, sondern