Bővebb ismertető
Teil I Kapitel 1Den Beweis brachte der Anschlag in Bad Godesberg. Schon vorher war zunehmend Verdacht aufgekommen. Aber die ausgesprochen gut durchdachte Planung - im Gegensatz zu der minderwertigen Qualität der Bombe - ließ den Verdacht zur Gewißheit werden. Früher oder später, heißt es im Gewerbe, hinterläßt jeder Terrorist seine eigene Handschrift. Die Bombe explodierte viel später als vorgesehen - wahrscheinhch gut zwölf Stunden später am Montag morgen um acht Uhr sechsundzwanzig.Wie bei den vorangegangenen Anschlägen in den letzten Monaten hatte es keine Warnung gegeben. Der israelische Beauftragte für Waffenbeschaffung, der sich in Düsseldorf aufgehalten hatte, war mit seinem Auto ohne Vorwarnung in die Luft gesprengt worden, und auch die Organisatoren eines jüdisch-orthodoxen Kongresses in Amsterdam waren nicht vor der Bombe gewarnt worden, die man ihnen, in einem Buch versteckt, geschickt hatte. Das gleiche galt für die Mülleimerbombe, die vor einer israelischen Bank in Zürich zwei Passanten verstümmelt hatte.Die Drosselstraße ist eine hauptsächlich von Diplomaten bewohnte, baumbestandene Nebenstraße in einem Villenviertel von Bad Godesberg. Eine Straße mit üppig blühenden Gärten, Dienstbotenwohnungen über den Garagen und schmiedeeisernen Gittern als unauffällige Sicherheitsvorkehrungen vor den Fenstern mit Butzenscheiben. Die Gärten einiger Häuser sind zur Straße hin teilweise dicht mit Koniferen bepflanzt. Diese Bäume erwiesen sich als wirksamer Schutz gegen die Druckwelle.Es war ein wunderschöner Maimorgen. Der auffälligste Laut bis zur Explosion war das lärmende Zwitschern der Vögel. Einen Kilometer weiter im Süden tuckerten Lastkähne auf dem Rhein.Einige Minuten vor halb neun war der amerikanische Schulbus gekommen und mit den meisten schulpflichtigen Kindern des Diplomatenviertels, die sich jeden Tag an der Haltestelle keine fünfzig Meter von der Detonationsstelle entfernt einfanden, gerade wieder ab-