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Ich besuche so gern das Tarnowische Haus, weil in demselben eine eigenthümliche Gemüthlichkeit um die kleinsten Dinge webt, diese Gemüthlichkeit scheint dort in der Luft zu liegen, denn sie durchdringt Alles, die grauen Mauern des Edelhofes, die alten, verschossenen Möbel, die Menschen, die Thiere und man wird von ihr ergriffen und selbst friedlich und heiter, sobald man sie einige Zeit eingeathmet hat. Es ist dies auch eine Art Wärme und eine Art Licht, und dieses Licht und diese Wärme wird, wie ich glaube vor Allem von der alten Gräfin Karoline Tarnow* ausgestrahlt. Ich habe dort unter den großen Schränken mit dem altväterischen Holzmosaik, den Dienstleuten, welche aUe wie Halbverstorbene aussehen, die schwarze Katze auf dem Schooße, die Gräfin mir gegenüber an dem flackernden Kamin, unter dem milden warmen Lichte ihrer Augen mehr als einmal meinen Kummer, meine Sorgen, mehr als einen quälenden Zweifel, mehr als einen tiefen Schmerz vergessen, ja überwunden.
Auch heute ist mir wohl bei ihr. Ich war lange von der Heimath fort und mein erster Gang war zu der Gräfin Tarnow, und nun sitzt sie mir wieder gegenüber und hält meine Hände und blickt mit ihren blauen Augen in meine Seele, denn was bliebe diesen Augen verborgen?
Es ist ein frostiger Winterabend, hell aber kalt, sehr kalt sogar, von draußen flimmern ein paar Sterne herein, das
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