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Erstes Kapitel
J an Ersson schritt langsam über den Hof. Tiefe Falten gruben sich zwischen seine buschigen Brauen; er schien nicht zu merken, daß die große Hauskatze ihm ums Bein strich. Er hörte, wie die StaUtür geöffnet und geschlossen wurde, wandte sich aber nicht um, sondern ging weiter auf das Wohnhaus zu.
Erssons älteste Tochter kam, in jeder Hand einen Eimer, aus dem Stall. Als sie den breiten Rücken des Vaters im Vorhaus verschwinden sah, schlug ihr Herz ein paar Takte schneller, ohne daß sie zurückgeschreckt wäre oder ihren Schritt verlangsamt hätte. Was ihr bevorstand, mochte kommen! Sie war kein Kind mehr, daß sie den Kopf in der Schürze hätte verstecken müssen.
Als Imber die Küche betrat, saß der Vater an dem großen, zusammenklappbaren Tisch. Das Mädchen warf einen Blick auf die Wanduhr. Es war mindestens noch eine halbe Stunde Zeit bis zum Frühstück. Elin und die Magd hatten soeben mit dem Melken begonnen, und der Knecht war noch im Stall beschäftigt. Sie schob den Topf mit den Kartoffeln über das Feuer und legte frische Scheite nach. Die ungewohnte Spannung trieb ihr das Blut in die Wangen. Es mußte etwas bedeuten, daß sich der Vater zum ungedeckten Tisch gesetzt hatte. Ersson beobachtete seine Tochter.
»Du hast heute nacht Besuch gehabt«, sagte er unvermittelt.
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