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I
Der Arzt verläßt das Zimmer 122.
»Schwester Isoida«, sagt er zu der Krankenpflegerin, die ihm entgegenkommt, mit gesenkter Stimme, »benachrichtigen Sie Doktor Fontes. Der Fall ist hoffnungslos, und sie weiß, daß sie sterben muß. Es ist das bestenfalls eine Frage von Stunden.«
Stille. Über den Korridor fegt ein Windstoß, dumpf schlägt eine Tür zu. Die Schwester fröstelt, sie muß an jenen Morgen zurückdenken, an dem der Paralytiker auf 103 starb. Sie hätte damals den eisigen Hauch des Todes im Zimmer des Kranken geradezu körperlich verspürt, hatte ihr voll Entsetzen die Stationsschwester erzählt.
»Ist Doktor Fontes in seiner Stadtwohnung?«
»Nein. Sie erreichen ihn im Landhaus seines Schwiegervaters in Santa Margarida. Sagen Sie ihm, Olivia hätte den Wunsch geäußert, ihn noch einmal zu sehen. Vielleicht kann er noch rechtzeitig kommen . «
Bedrückt zieht er die Schultern hoch und zündet sich mit zitternden Fingern eine Zigarette an.
Schwester Isoida geht den Gang hinunter, betritt die Telefonzelle und hebt den Hörer ab.
»Hallo! Fernamt? Hier Städtisches Krankenhaus.«
Die Tränen laufen ihr über die Wangen.
» ein Blutsturz «, meldet die verschleierte Stimme. Als ob es die Unglücksbotschaft um Sekundenbruchteile schneller erhalten hätte als das Gehirn, stockt Euge-