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Buch Wenn es nicht wahr ist, dann ist es eine gute Geschichte. - Heute scheint es unvorstellbar, daft eine Frau im sogenannten dunklen Mittelalter derart gelebt und gewirkt habén soll. Schon in frühen Jahren wird Eleonore, die Enkelin von Wilhelm IX. von Aquitanien, dem Troubadour, zur Muse einer Kunst und Kultur, deren Ideale im 12. Jahrhundert zu den ethischen Normen für ganz Európa wurden. Mit fünfzehn Jahren wird sie mit Ludwig VII. von Frankreich verheiratet. Nie wieder danach wird sie sich zum Spielball der Máchtigen degradieren lassen, sondern unermüdlich darum bemüht sein, die Fádén der Macht selbst in der Hand zu haltén. Als erste Frau nimmt sie das Kreuz und erlebt den Zweiten Kreuzzug. Nach fünfzehn Jahren setzt sie die Annullierung ihrer Ehe mit Ludwig VII. durch, und nur zwei Monate spáter wird bekannt, dal? sie sich mit dem zehn Jahre jüngeren, zukünftigen König von England, Heinrich Plantagenet, vermáhlt hat. Willensstark und klug spricht sie von nun an auf der Bühne der Macht mit, an der Seite eines Mannes, der mit denselben Mitteln kámpft wie sie. Hin- und hergerissen zwischen Liebe und HaB hált sie allén Schicksalsschlágen stand. Als Eleonore über achtzigjáhrig stirbt, sind ihre beiden Ehemánner schon lange tot, hat sie acht ihrer zehn Kinder zu Grabe getragen, sechzehn Jahre Gefangenschaft ausgestanden, zwei Kreuzzüge und unzáhlige Kriege erlebt und ist den Heiligen ihres Jahrhunderts persönlich begegnet.