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PROLOG Los Angeles 1987 Ein Schrei hallte durch die endlosen, finsteren Gánge ihres Alptraums. Laura warf den Kopf auf dem Kissen hin und her. Sie kámpfte darum, dem Schrecken zu entfliehen und die Augen zu öffnen. Und dann war sie wach, aber grauenvolle Traumfetzen umschwebten sie noch. Sie versuchte, ihre Umgebung klar zu erkennen, doch das Beruhigungsmittel wirkte noch, und alles, was sich hinter dem FuBende ihres Betts befand, sah sie nur verschwommen. Ihre Haut war schweiBnaB, und die feuchten Haarstráhnen klebten ihr an Stirn und Wangen. Laura griff nach dem Klingelknopf, um der Nachtschwester zu láuten. Ein scharfer Schmerz fuhr ihr durch den Leib. Sie schrie leise auf, legte sich in die Kissen zurück und wartete darauf, daB die Pein nachlieB. Ein Kalteschauder durchlief sie. Sie zog sich die Decke bis ans Kinn und versuchte, sich darunter vorsichtig zusammenzurollen und ganz klein zu machen. Chopin ... Jemand spielte eine Etüde von Chopin. Das war ihre Mutter, und sie spielte ihr zum Trost diese schöne Melodie. Mommy?" flüsterte Laura benommen. Spiel weiter, mir geht es nicht gut."