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Herr Claude von Sainte-Croix, Major beim Kavallerieregiment Trossi, erhielt ein geráumiges Zimmer im Mittelbau der Bastille zugewiesen. Die Lettre de cachet befahl für den Geliebten der Marquise von Brinvilliers Gefángnis zweiter Klasse. In der ersten Klasse befanden sich yornehme, verschwenderische Herren, die der Namenszug Ludwigs XIV. vor dem Sdhimpf einer öffentlichen Anklage bewahrt hatte. Für sie war die Bastille ein keineswegs ehrenrühriges Gewahrsam. In aller Ruhe konnte man Besuche empfangen und seine zerrütteten Finanzen ordnen. Die Herren bewohnten beinah üppig ausgestattete Wohnungen, hatten das Recht auf eigene Dienerschaft, und der Gouverneur rechnete es sich zur Éhre, diese Gefangenen zum Essen einzuladen. Die Herren erholten sich ausgezeichnet, unternahmen gemeinsame Spaziergánge auf dem Wall, und das Gefühl der absoluten Sicherheit vor ihren Gláubigern und vor dem nicht standesgemáCen öífentlichen Skandal madite sie heiter und sorglos. Ihre Hauptmahlzeit bestand aus drei Gangén, zwei Flaschen Wein und einer Flasche Champagner; letztere wurde oft mit Gásten auf das Wohl des váterlichen Monarchen geleert, der für seine Edelleute ein solch ausgezeichnetes Sanatorium geschaffen hatte. Die Gefangenen der zweiten Klasse kamen mit denen der ersten nicht zusammen. Die zweitklassigen Herren hatten weniger Gelegenheit zum Spazierengehen, durften aber je nach Vermögen ihre Tafel verbessern und sich einen Diener haltén. Auch Besuche waren nach vorheriger 5