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ERSTER AUFZUG.
Die Bühne stellt das Innere der Katharinenkirche, in schrägem Durchschnitt, dar; von dem Hauptschiff, welches links ab dem Hintergrunde zu sich ausdehnend anzunehmen ist, sind nur noch die letzten Reihen der Kirchenstühlbänke sichtbar; den Vordergrund nimmt der freie Raum vor dem Chor ein; dieser wird später durch einen Vorhang gegen das Schiff zu gänzlich abgeschlossen.
Beim Aufzug hört man, unter Orgelbegleitung, von der Gemeinde den letzten Vers eines Chorales, mit vfelchem der Nachmittagsgottesdienst zur Einleitung des Johannisfestes schliesst, singen.
Choral der Gemeinde.
Da zu dir der Heiland kam, ¦
willig deine Taufe nahm, weihte sich dem Opfertod, gab er uns des Heil's Gebot: dass wir durch dein' Tauf uns weih'n, seines Opfers werth zu sein. Edler Täufer, Christ's Vorläufer! Nimm uns freundlich an, dort am Fluss Jordan.
Während des Chorales und dessen Zwischenspielen, entwickelt sich, vom Orchester begleitet, folgende pantomimische Scene.
In der letzten Reihe der Kirchstühle sitzen Eva und Magdalene ; Walther v. Stolzing steht, in einiger Entfernung, zur Seite an eine Säule gelehnt, die Blicke auf Eva heftend. Eva kehrt sich wiederholt seitwärts nach dem Ritter um, und erwiedert seine bald dringend, bald zärtlich durch Gebärden sich ausdrückenden Bitten und Betheuerungen schüchtern und verschämt, doch seelenvoll und ermuthigend. Magdalene unterbricht sich öfter im Gesang, um Eva zu zupfen und zur Vorsicht zu mahnen. — Als der Choral SU Ende ist, und, während eines längeren Orgelnachspieles, die