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Richard Wagner - Die Meistersinger von Nürnberg [antikvár]

Die Meistersinger von Nürnberg [antikvár]

Richard Wagner

 
VORWORT Das Vorspiel wahrt - als das einzige der Wagnerschen Opernvorspiele seit dem "Lohengrin" - Form und Charakter der romantischen Opernouvertüre: sie gibt einen rein musikalischen, also in allgemeine Hauptzüge zusammengefaßten Abriß der Handlung, deren treibende Momente durch Leitmotive symbolisiert erscheinen. Die alte, überkommene Sonatenform ist, wenn auch stark erweitert und modifiziert, immer noch erkennbar.' Im Expositionsteil werden die entgegengesetzten Grundideen neben einander aufgestellt: dasMeistersingertum, durch die...
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VORWORT Das Vorspiel wahrt - als das einzige der Wagnerschen Opernvorspiele seit dem "Lohengrin" - Form und Charakter der romantischen Opernouvertüre: sie gibt einen rein musikalischen, also in allgemeine Hauptzüge zusammengefaßten Abriß der Handlung, deren treibende Momente durch Leitmotive symbolisiert erscheinen. Die alte, überkommene Sonatenform ist, wenn auch stark erweitert und modifiziert, immer noch erkennbar.' Im Expositionsteil werden die entgegengesetzten Grundideen neben einander aufgestellt: dasMeistersingertum, durch die ihm zugehörigen Motive vertreten, im Hauptsatz (T. 1 ff.), Walther durch seinen Liebes- und Werbegesang im Seitensatz (T. 97 ff.); in der Durchführungspartie treten die Konflikte ein: Die Karikatur des Meistersingerprinzipes, Beckmesser, durch das karikierte, von den Holzbläsern gemeckerte Meistersingermotiv dargestellt (T. 122 ff.), ihm gegenüber Walthers Lenzmotiv (T. 125, 134) und als wirksamer Bundesgenosse der Spottchor des Volkes gegen Beckmesser. ("Scheint mir nicht der Rechte", T.138 ff.) In der gleich zur Koda erweiterten und gesteigerten Reprise treten Haupt- und Seitensatz, Meistersinger- und Waltherthemen, gleichzeitig vereint auf, als Symbol der Versöhnung (T.158 ff.). Die ersten Entwürfe zu den "Meistersingern" reichen bis in das Jahr 1845, die Zeit des "Tannhäuser" und "Lohengrin" zurück. Aber erst nach der Vollendung des "Tristan", 1861, nohm Wagner den alten Plan wieder auf. 1867 war die Partitur vollendet, am 21. Juni 1868 fand in München, unter Leitung von Bülow, die erste Aufführung statt, Aufführungsdauer: 10 Minuten PREFACE Of all Wagnerian operatic preludes since "Lohengrin" that of "Die Meistersinger" alone adheres, both in form and character, to the scheme of the romantic operatic overture. It is, as it were, an abbreviated narrative of the plot of the opera and in its musical structure presents a freely modified and enlarged, yet clearly discernable example of the Sonata form. The principal forces of the opera's action are symbolized by "leading motives". The Exposition introduces in turn the contrasted and fundamental ideas of the plot: the principal section (bars 1 ff.) presents the Mastersingers with their motives, and Walter is characterized (in the subsidiary section, bars97 ff.) by his Love Melody, The conflict between these diametrically opposed forces is depicted in the development section: Beckmesser is pictured by a caricatured version of the Mastersinger motive shrilly played by the woodwinds.

Termékadatok

Cím: Die Meistersinger von Nürnberg [antikvár]
Szerző: Richard Wagner
Kiadó: Universal Edition
Kötés: Tűzött kötés
Méret: 140 mm x 180 mm
Richard Wagner művei
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