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VorwortLiebe Leserin, lieber Leser,wie zufrieden sind Sie mit unserer Demokratie? Und für wie wichtig halten Sie es, sich politisch zu engagieren? Haben Sie überhaupt Einfluss auf das Regierungshandeln? Schließlich bilden die Bürgerinnen und Bürger das Fundament jeder Demokratie. Wenn es hier am demokratischen Grundverständnis oder an Handlungsmöglichkeiten fehlt, ist nichts weniger in Gefahr als die demokratische Gesellschaft selbst.Bisherige Repräsentativbefragungen der Friedrich-Ebert-Stiftung zu politischen Einstellungen in Deutschland bestätigten den ernüchternden Befund, den Theodor W. Adorno bereits 1959 formulierte: Demokratie hat sich nicht derart eingebürgert, dass sie die Menschen wirklich als ihre eigene Sache erfahren". Im Gegenteil: Die vom Projekt Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus" herausgegebenen und unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Oliver Decker und Prof. Dr. Elmar Brähler (Universität Leipzig) entstandenen Mitte"-Studien der Friedrich-Ebert-Stiftung legten offen, welch erschreckend hohe Zustimmung rechtsextreme, fremdenfeindliche, antisemitische und menschenfeindliche Aussagen 60 Jahre nach Ende des Nationalsozialismus in Deutschland erfahren.Das zentrale Ergebnis der Studie Vom Rand zur Mitte" (2006), dass sich verfestigte rechtsextreme Einstellungen nicht nur am Rand der Gesellschaft, sondern auch in deren Mitte" finden, fand seither vielfach Eingang in mediale und gesellschaftspolitische Debatten. Mittlerweile ist es allgemeiner Konsens, dass Rechtsextremismus eben kein Randproblem unter Jugendlichen im Osten Deutschlands" ist. Das Problem Rechtsextremismus" betrifft vielmehr alle Bevölkerungsschichten, Generatio-