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.ein Name ist Geliios.
Vor zwei Jahren hat es mich unvermutet nach Konstantinopel verschlagen, in die alte Kaiserstadt, die früher Byzanz hieß. Man brachte mich mit den Leuten hierher, die zum Gefolge der Königin Rosamunde gehört hatten. Der Statthalter des Kaisers in Italien, Longinus, schickte auch den Schatz der Langobarden mit, was sehr dazu beitrug, daß wir freundlich empfangen wurden. Danach kümmerte man sich nicht m ehr um uns. Nur wer für die byzantinische Politik von Interesse war, zum Beispiel Rosamundes Stieftochter Albsvinda, die Tochter des großen Alboin, blieb am Hofe. Wir anderen, mit geringen Mitteln versehen, machten uns auf, um in der lärmenden Weltstadt unser Glück zu suchen. Nur wenigen bin ich wiederbegegnet, sie schlagen sich irgendwie durch. Ich selber, der ich Rosamundes Lehrer und Ratgeber war, habe es hier auch nicht mehr weit gebracht. Ich verdiene als alter Mann mein Brot, indem ich den Kindern wohlhabender Leute die griechische Sprache und ein paar Grundkenntnisse in den Wissenschaften beibringe.
Eigentlich lebe ich nur in meinen Erinnerungen. Manches habe ich schon mitgeteilt*, doch mußte ich Atem ho-
* Die bisherigen Ereignisse wurden erzählt in «Rosamunde, Königin der Langobarden».