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Die Frauen wissen wohl,Wie Kinder aufzuziehen. Sie habén daEin fröhliches Beginnen, zart und weidi.Sie binden Bander, ziehen Söckchen anUnd sagen süfíe Worte ohne SinnUnd küssen Sinn ins leere Wort hinein.Das sind Korallen, draus man Gemmen schnitzt,Obgleich so klein nur. Kinder lernen soDer Liebe heil'gen Ernst im frohen SpielUnd werden nicht zu früh zu feierlich.Sie sehen die Liebe in dem Rosenbusch,Der brennt und nicht verbrennt - kein einzig Blatt.So lernen sie die Liebe ohne Furcht.Das ist der Mutter Werk.Elisabeth Barrett-BrowningDAS SALOMONISCHE URTEILZu der Zeit kamen zwei Frauen zum König und traten vor ihn hin. Und das eine Weib sprach: Ach, mein Herr, ich und dies Weib wohnten in einem Hause, und ich gebar bei ihr im Hause.Und über drei Tage, da ich geboren hatte, gebar sie auch. Und wir waren beieinander, daE kein Fremder mit uns war im Hause, nur wir beide. Und dieses Weibes Sohn starb in der Nacht; denn sie hatte ihn im Schlaf er-drückt.Und sie stand in der Nacht auf und nahm meinen Sohn von meiner Seite, da deine Magd schlief, und legte ihn an ihren Arm, und ihren toten Sohn legte sie an meinen Arm.Und da ich des Morgens aufstand, meinen Sohn zu sáugen, siehe, da war er tot. Aber am Morgen sah ich ihn genau an, und siehe, es war nicht mein Sohn, den ich geboren hatte.Das andere Weib sprach: Nicht alsó; mein Sohn lebt, und dein Sohn ist tot. Jene aber sprach: Nicht alsó; dein Sohn ist tot, und mein Sohn lebt. Und redeten alsó vor dem König.Und der König sprach: Diese spricht: Mein Sohn lebt, und dein Sohn ist tot; jene spricht: Nicht alsó; dein Sohn ist tot, und mein Sohn lebt. Und der König sprach: Holet mir ein Sdiwert her! Und da das Schwert vor den König gebracht ward, sprach der König: Teilet das lebendige Kind in zwei Teile und gebt dieser die Hálfte und jener die Hálfte. Da sprach das "Weib, des Sohn lebte, zum König (denn ihr mütterliches Herz entbrannte über ihren Sohn): Ach, mein Herr, gebt ihr das Kind lebendig und tötet es nicht! Jene aber sprach: Es sei weder mein noch dein; laík es teilen! Da antwortete der König und sprach: Gebet dieser das Kind lebendig und tötet's nicht; die ist seine Mutter.Aus dem ersten Buch der Könige