Bővebb ismertető
Einleitung
Zum Wesen des Mythos, zur Geschichte Ägyptens und seiner Literatur
Seit Jahrtausenden trägt der Nil Schiffe auf seinen Fluten, Schiffe für Menschen und Lasten, einstmals aber auch für Götter. Die Nachen und Barken haben im Laufe der Jahrtausende ihr Aussehen verändert, ihr Ansehen ist ihnen geblieben. Sie sind unentbehrlich. Nur Könige und Götter betreten nicht mehr ihre Planken, Purpursegel und Pfauenwedel in goldenen Haltern zeigen nicht mehr an, daß ein »Sohn des Re« die göttliche Straße befährt.
Die Götterboote, die Sonnenbarken, die mit ihren Besitzern bestattet wurden, wie an den aufgedeckten Schiffsgräbern zu Füßen der Pyramiden zu sehen ist, lassen ahnen, wie kostbar diese Schiffe ausgestattet waren. Schon das Sonnenboot des Cheops (um 2700 v. Chr.) war aus dem Holz der Zedern gefertigt, die auf dem Libanon wachsen. Da Sonne und Mond für den Dichter ihren Weg durch die Horizonte als Schiffe zurücklegen, legt auch der Sohn des Sonnengottes, der Pharao, seine Reisen im Boote zurück, zumal die wichtigste in seine vollendete Göttlichkeit nach seinem Tode. Für den Dichter des alten Ägypten waren Nachtboot und Tagesboot die schönsten Bilder für den Tag und die Nacht, das Schiff selbst zur mythischen Metapher für Leben und Sterben der alten Bewohner des Niltals.
Vom Leben und Sterben der alten Ägypter handelt diese altägyptische Mythologie. Sie sucht in den alten Dichtungen der Ägypter, in ihren Mythen zumal, jene Vorstel-