Bővebb ismertető
Als die Argonauten auf ihrer Fahrt nach dem Goldenen Vlies bei der Stadt Kios an Land gingen, begab sich der junge Hylas bei Vollmond in einen nahegelegenen Wald, um für seine Gefáhrten Wasser zu schöpfen. Über die Quelle gebeugt, erblickte er eine Nymphe. Sie schlang ihre Arme um den schönen Jüngling und zog ihn herab in ihr feuchtes Reich. Im Norden hat die Geschichte von Hylas und der Nymphe ihr Gegenstück in der Sage von der Nixe, die den am Ufer sitzenden Fischer betört und zu Tode bringt; auch der Erikönig und seine Töchter sind Sinnbilder der verderblichen Anziehungskraft, die das Wasser und seine Ufer auf den Menschen von jeher ausübten. Der moderne Mensch hat die Dámonen des Wassers gebándigt. FluBund Seeufer sind eingedámmt, die trügerischen Sümpfe und Moore wurden trockengelegt - das Wasser ist aus dem Inbegriff der Gefahr und des Unheils zu jenem harmloser Freuden geworden. Und doch wird uns seltsam ums Herz, wenn wir im Tannendüster unversehens dem Waldsee begegnen, dessen Spiegel schwarz aus Binsen und Wasserrosen glánzt; wenn zwischen Erlen- und Weidenlaub der FluB rasch wie die unwiederbringliche Zeit vorübereilt. Das Wasser hat seine Magié zu einem guten Teil bewahrt... Das Wasser begegnet dem Menschen in mancherlei Gestalt: als Quelle, Bach, FluB und Strom, als Tümpel, Weiher, See und Meer. Dazu kommen Erscheinungsformen, bei denen das Wasser nicht augenfállig wird und dennoch das Bild von Landschaft, Pflanzen- und Tierleben aufs entschiedenste prágt: Riedmatten, Sumpf, Moor und jene Auen, die nur bei Hochwasser von Bach und FluB überflutet werden. Wo Wasser ist, ist Leben. Das wird am augenfálligsten dort, wo das Wasser nicht nur als Tau und Regen, sondern im ÜberfluB in Erscheinung tritt und Lebensbedingungen für Pflanzen und Tiere schafft, die sich grundsátzlich von denjenigen der gewásserfernen Gebiete unterscheiden. Wenn von den dem Wasser zugeordneten Tieren die Rede ist, so fallen uns zuerst die Fische ein. Sie tragen zum Schauvergnügen und zur Beobachtungsfreude des Naturfreundes vergleichsweise wenig bei. Denn nur in langsam flieBenden Bachen, in W'eihern mit durchsichtigem Wasser und an seichten Seeufern gelingt es, ihrer ansichtig zu werden. Weshalb wir die Fische unserer Bache, Flüsse und Seen meist nicht lebend kennenlernen, sondern erst beim Fischhándler oder auf dem Teller. Anders verhált es sich mit den Amphibien, Tieren, die sowohl auf dem Lande wie im Wasser leben können. Sie sind bei uns hauptsáchlich durch Frösche und Kröten, Molche und Salamander vertreten. Da sie einen groBen, wenn nicht den gröBten Teil ihres Daseins auBerhalb des Wassers verbringen, ist es nicht schwer, ihre Bekanntschaft zu machen. Neben den Amphibien gibt es sodann die Amphibiotica, die, wie ihr