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Die Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte 1/1998 [antikvár]

Jan Bielicki, Karl Kröhnke, Sabine Kebir

 
Sie habén es auf den ersten Blick gesehen: die neue gesellschaft/frankfurter hefte habén sich - wieder - ein neues Layout verschieben. Umschlag, Zeitschriftenkopf, Typographie und Gestaltungsraster sind neu konzipiert. Unser Ziel ist die Erhöhung der Lesbarkát unserer Zeitschrift; wir nehmen es in Kauf, etwas weniger Text unterzubringen, um diesen optimál prasentieren zu können. Auch wollen wir dem Bild als einem unserer Ausdrucksmittel eine gröfiere Bedeutung verschajfen. Das sieht man an dem radikal veranderten Umschlagskonzept ebenso...
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Sie habén es auf den ersten Blick gesehen: die neue gesellschaft/frankfurter hefte habén sich - wieder - ein neues Layout verschieben. Umschlag, Zeitschriftenkopf, Typographie und Gestaltungsraster sind neu konzipiert. Unser Ziel ist die Erhöhung der Lesbarkát unserer Zeitschrift; wir nehmen es in Kauf, etwas weniger Text unterzubringen, um diesen optimál prasentieren zu können. Auch wollen wir dem Bild als einem unserer Ausdrucksmittel eine gröfiere Bedeutung verschajfen. Das sieht man an dem radikal veranderten Umschlagskonzept ebenso wie an der Bildbearbeitung im Heft selber. Geschichten kann man nicht nur mit Worten erzahlen, sondem auch mit Bildern. Auch wollen wir den Leserinnen und Lesem einen besseren Überblick über das Heft verschaffen; deshalb das sehr viel sorgfaltiger gestaltete Inhaltsverzeichnis. Kein Zweifel: Schon seit einigen Jahrzehnten gewinnt das Bild gegenüber der Schrift an Gewicht. Wir laufen dem Fernsehen nicht nach. Aber es ist unser Ziel, geradefür unsere (manchmal notwendigerweise schwierigen) Texte die Aufmerksamkeit in einer Welt zu erhalten, die von den raschen Schnittfolgen des Fernsehens ebenso gepragt ist wie von den Farbleitsystemen und Bildverfremdungen der modernen Printmedien. Über Reaktionen unserer Leserschaft zum neuen Gesicht würden wir uns freuen. Natürlich ist das Januarheft dem armen b.b. gewidmet. Er ware 100 geworden. Der eitle, magere, geniale, rücksichtslose Dichter steckt derzeitja wieder mai in einer Krise. Die Álteren erinnern sich noch, wie Friedrich Torberg mit grofier Resonanz in Adenauers Westdeutschland dafür kampfte, dafi er nicht auf geführt werden dürfe. Inzwischen fühlt sich das konservative Bildungsbürgertum (diesmal gelegentlich in der Rolle von Bürgerrechtlern) bestatigt. Hat dieWende von 3989 nicht bewiesen, dafi alle diese Brechts, Feuchtwangers, Bechers, F. C. Weiskopfs und wie sie sonst noch alle hiefien, fragwürdige Figuren waren, eben - Kommunisten? Schon, schon. Der Prozefi der Vergangenheitsbewaltigung ist unaufhaltsam. Er möge abrollen. Es wird sich nicht vermeiden lassen, dafi Gut- und Böswillige die Frage hin- und herwenden, ob Brecht mit der Partei richtig umgegangen ist und seine Frauen fair behandelt hat. Wenn darüber nur nicht vergessen würde, dafi er ein Dramatiker war, wie wir heute keinen habén. Wenn darüber nur nicht vergessen wird, dafi es in den Buckower Elegien ein paar Verse gibt, die so perfekt sind wie ein paar Verse von Goethe, Heine oder Benn. In Deutschland ist das Spiel beliebt, auf Lionel Jospin und Tony Blair zu schauen und die deutsche Sozialdemokratie zufragen, welchen der beiden Wege sie denn nun gehen wolle. Deswegen versuchen wir, in unserem Interview mit dem österreichischen Bundeskanzler Viktor Klima eine Veránderung der Blickrichtung zustande zu bringen. Mai abgesehen davon, dafijedes Land seinen eigenen Weg gehen mufi und weder Blair noch Jospin (noch Klima) kopieren könnte: Der österreichische Nachbar hat mit seiner Pensionsreform bewiesen, dafi auch eine Grofie Koalition reformerisch handeln kann. Die spö, meint ihr neuer Vorsitzender, sei ein vernünftiger Mittelweg zwischen einem links-konservativen Dogmatismus, der um Gottes willenja nichts verandern, sondem alles bewahren möchte, was wir habén und einem uneingeschrankten Neoliberalismus. Wen Klima wohl mit links-konservativem Dogmatismus meint? Wir meinen: Der Dialóg mit Kakanien lohnt. Peter Glotz

Termékadatok

Cím: Die Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte 1/1998 [antikvár]
Szerző: Jan Bielicki , Karl Kröhnke Sabine Kebir
Kiadó: Verlag J. H. W. Dietz Nachfolger GmbH
Kötés: Ragasztott papírkötés
Méret: 160 mm x 240 mm
Jan Bielicki művei
Karl Kröhnke művei
Sabine Kebir művei
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