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Ein runder GeburtstagDie erste Nummer der Neueren Sprachen erschien im April 1893; der erste Jahrgangsband kam im Frühjahr 1894 auf den Markt. Das vorliegende Heft ist nicht als Festschrift im üblichen Sinne zum 100jährigen Bestehen einer der ältesten fremdsprachendidaktischen Zeitschriften überhaupt gedacht, und es will auch kein Glückwunschheft zu einem runden Geburtstag sein, in dem die der Zeitschrift verbundenen Fachkollegen ihre Festbeiträge veröffentlichen. Gedacht ist auch nicht an eine - wie auch immer kaschierte - nostalgische Gedenkschrift zum 75. Todesjahr des Begründers unserer Zeitschrift, Wilhelm Vietor. Die jüngste Herausgebergeneration (seit 1974) möchte das - nun einmal unverzichtbare - Jubiläumsheft vielmehr zu einer kritischen Bestandsaufnahme nutzen; Das Datum wird zum Anlaß genommen, die Neueren Sprachen aus der Sicht der unterschiedlichen Interessengebiete der Herausgeber diachronisch zu kommentieren. Die Interessengebiete sind: Historiographie des Fremdsprachenunterrichts (K. Schröder), Orthographiereform (E. Rattunde), Literarische Kanonbildung (F.-R. Weller), Fremdsprachenerwerb (D. WolfO.Entstanden sind die Neueren Sprachen aus den Phonetischen Studien, einer Zeitschrift für wissenschaftliche und praktische Phonetik mit besonderer Rücksicht auf den Unterricht in der Aussprache (Untertitel). In den Augen der Gründergeneration erweiterten sich die Phonetischen Studien zu einer Zeitschrift für den gesamten neusprachlichen Unterricht, soweit derselbe in den Gesichtskreis unserer höheren Schulen fällt". {DNS\ [1894]: 1) Inzwischen sind 92 Bände erschienen - 100 konnten es nicht werden angesichts der kriegs-und zeitbedingten Unterbrechung zwischen 1944 und 1951. Dabei hat die Zeitschrift wiederholt ihr Äußeres verändert, sie hat Beihefte und periodische Beilagen gehabt - man denke nur an die in den Jahren 1965 ff erscheinende, von Reinhold Freudenstein herausgegebene Vierteljahresbeilage Das Sprachlabor und der audiovisuelle Unterricht -, und sie hat sogar zwei andere, kurzlebige Zeitschriften geschluckt", nämlich die Nachkriegsneugründungen Die lebenden Fremdsprachen (1949-1951) und die Neuphilologische Zeitschrift (1949-1952).Nicht nur die äußere Aufmachung und die Erscheinungsweise (von ursprünglich zehn über acht und zwölf auf heute sechs Hefte im Kalenderjahr) war dem Wandel unterzogen; in ihrer wechselvollen Geschichte haben die Neueren Sprachen an den entscheidenden Wendepunkten auch die jeweils programmatischen Untertitel geändert:1894-1921: Zeitschrift für den neusprachlichen Unterricht 1922-1930: Zeitschrift für den Unterriehl im Englischen, Französischen. Italienischen und Spanischen 1931-1933: Zeitschrift für den neusprachlichen Unterricht