Bővebb ismertető
VORWORTZum Verständnis der Offenbarung des JohannesDas letzte Buch der Bibel ist in einer Sprache gesdirieben, die uns nidit ohne weiteres zugänglidi ist. Es ist eine Bilder- und Zeidiensprache, durdi die der Sinn dieses Budies vielfältig verhüllt wird. Das ist kein Zufall, sondern nach Gottes Gedanken. Dieses Budi soll nur seiner Gemeinde zugänglich sein als Wegweisung für ihren letzten, sdiweren Weg auf Erden. Es braucht sich niemand zu sdiämen, wenn für ihn die Offenbarung ein rätselhaftes Buch ist. Es kann sie niemand verstehen, wenn ihm nidit die mannigfachen Bilder und Zeidien aufgeschlüsselt werden. Ist aber einmal die Bilder- und Zeichenspradie wenigstens teilweise aufgesdilüsselt, so ist es eine helle Freude und große Stärkung, in diesem Budi zu forsdien.Wer die Bilder der Offenbarung ohne Aufschlüsselung liest, kann mit ihnen keinen Sinn verbinden. Diese Bilder wirken auf ihn eigenartig. Er kommt gar nidit auf den Gedanken, daß dies nicht nur Bilder, sondern Wirklidikeiten sind. Die Eigenart der Spradie läßt alles phantastisch und unwirklich ersdieinen. Werden aber die mannigfadien Begriffe und Bilder aufgeschlüsselt, so erkennt man voll Staunen, von welchen Wirklidi-keiten die Offenbarung spricht und wie gegenwartsnahe sie ist. Aus den Zeichen und Gleichnissen werden lebendige Gestalten. Wir erkennen Ereignisse, die uns gar nicht fern zu liegen scheinen und die unmittelbar zu uns sprechen. Durdi die Aufschlüsselung der Begriffe und Bilder gewinnt die Botschaft der Offenbarung greifbare Gestalt und stellt uns in den wirk-lidien Ablauf tatsächlicher Gesdiidite hinein, die Gott gestaltet.Wir sind nodi nicht in der Lage, alle Begriffe, Bilder und Zeichen der Offenbarung aufzusdilüsseln. Früheren Generationen war das Buch noch unzugänglicher als uns heute. Je näher die Ereignisse auf uns zukornmen, von denen die Offenbarung spricht, desto eher wird es möglidi, die Bilderund Zeidiensprache zu verstehen. Nadi dem ganzen Zuschnitt, in dem sich die Welt zur Jahrhundertwende befand, war vieles in der Offenbarung unverständlich. Nach den unheimlidien Ereignissen des 20. Jahrhunderts ist uns vieles greiflDare Wirklidikeit geworden. Gott hat unserer Generation durch die dämonische Entwicklung des 20. Jahrhunderts einen apokalyptischen Anschauungsunterricht gegeben. Wir haben in Kleinformat erlebt, was im letzten Stadium der Weltgeschidite in Großformat auf die Mensdi-heit zukommen wird.Großalmerode, Herbst 1955ErichSchnepel