Bővebb ismertető
Geleitwort
Farbige, authentische Schilderungen, die die Komponisten selbst oder ihre Zeitgenossen geben, beleuchten hier Schöpfer imd Werke. Fast alle Berichte — von einigen abgesehen, die lediglich ein Gesamtbild vermitteln wollen, — zeigen, wie die bedeutsamen, heute im Spielplan der Theater stehenden Opern (manche oft, manche seltener) bei ihrer Uraufführung oder den ersten Aufführungen beim Publikum »ankamen«, wie ihre Resonanz in der Öffentlichkeit war, und in welchem Spannungsfeld die Komponisten selbst standen, von dem Augenblick an, wo ihre Werke sich im Theater bewähren mußten. Nicht selten erlebten die Schöpfer die Uraufführung oder den erst späteren Erfolg gar nicht mehr. Die Dokumente vermitteln — vom Opernschaffen Monteverdis an bis zu dem der Gegenwart — ein menschlich-allzumenschliches Bild, wie es nur das Leben selbst zeichnet — vielfarbig schillernd, oftmals erschütternd und oftmals scheinbar absurd in der Ironie des Schicksals.
In den einzelnen Szenen, die sich auf der Bühne des Lebens hier vor den Augen des Zuschauers abspielen, wurde versucht, die Ereignisse objektiv zu belichten, frei von romantischer oder romanhafter Stimmungsmalerei, in der die Belletristik so gerne und immer wieder sich ergeht. In einer spezifischen Auswahl und der Zusammenfügung wesentlicher Dokumente in diesem Buch soll die menschliche und die jeweils gegebene soziale Realität vermittelt werden. Mit der Schilderung der Resonanz, die die Werke zu ihrer Zeit fanden, verbindet sich ein Einblick in die menschliche Persönlichkeit und die Umwelt ihrer Schöpfer.
Die unterschiedliche Welt- und Kunstanschauung zu gleicher Zeit wirkender, aber verschiedenen Generationen angehörender Komponisten läßt naturgemäß die verschiedenartigsten Werke nebeneinander entstehen. Im Hinblick hierauf spricht die Zeittafel im Anhang eine lebendige, über eine reine Information hinausgehende Sprache. Ihre »Daten« spiegeln das gleichzeitige Wirken rückwärtsgewandter, gegenwartsver-