Bővebb ismertető
Einleitung. Begriff und Arten der Ordnung.Die Frage nach dem Wesen der Ordnung und den Ordnungsprinzipien, die das Wirtschaftsleben beherrschen, steht im Mittelpunkte der Problematik der Wirt-schaftsmssenschaften. Das ergibt sich ohne weiteres aus der Natur des Gegenstandes dieser Wissenschaften: des Wirtschaftslebens. Dieses bildet einen Teil des menschlichen Kulturdaseins, genauer umschrieben: des menschlichen Gesellschaftsdaseins. Es umfaßt alle diejenigen Erscheinungen, die aus der vom Menschen betätigten Unter-haltsfürsorge erwachsen.Unterhaltsfürsorge können wir zusammenfassend alle diejenigen Tätigkeiten nennen, die jedes Lebewesen vollbringen muß, um sich die zur Ergänzung seines individuellen Daseins notwendigen Dinge der äußeren Natur zu beschaffen.Die Unterhaltsfürsorge, die der Mensch treibt, nennen wir Sachgüterbeschaffung oder Wirtschaft. Sie bildet den Inhalt des Wirtschaftslebens und enthält als Betätigung eines Vernunftswesens folgende Bestandteile:1.Sinnhaftigkeit. Wie alles menschliehe Handeln, so steht auch das wirtschaftliche Handeln im Zeichen der Zweck-Mittelkategorie. Wir verstehen wirt-schaftUches Handeln als Ausfluß eines vernünftigen Willens, wirtschafthche Einrichtungen als Gebilde rationalen Verhaltens (so irrationell" dieses in objektiver Würdigung auch sein mag). Den Inbegriff aller im wirtschafthchen Handeln nachweisbaren Sinnhaftigkeit nenne ich die Wirtschaftsgesinnung oder den Geist im Wirtschaftsleben. Er wird Seele in den subjektiven Zwecksetzungen und Maximen, von denen sich die einzelnen Wirtsohaftssubjekte leiten lassen.2.Alles wirtschafthche Handeln ist wirksames" Handeln und somit, da der Mensch seinem Wesen nach in Gesellschaft lebt, ein Handeln zwischen mehreren Menschen. Sobald aber ein vernünftiges Handeln unter mehreren erfolgt, bedarf der (subjektive) Plan, der ihm zugrunde liegt, einer Objektivierung, wodurch allein er richtungweisend für die mehreren wird. Einen objektivierten Plan nennen wir aber eine Ordmmg. Geordnetheit ist daher der zweite Bestandteil, den das Wirtschaften enthält. Wir können ihn als die Form des Wirtschaftslebens bezeichnen.3.Da es sich bei der Wirtschaft um Sachgüterbeschaffung handelt, so muß der Mensch Mittel anwenden, Dinge der äußeren Natur seinem Bedarfe gemäß zu gestalten. Diese Mittel oder dieses Verfahren nennen wir Technik. Sie bildet gleichsam den Stoff des wirtschaftlichen Prozesses.Baumwollspinnen beispielsweise ist ein Vorgang des Wirtschaftslebens. Zu ihm gehört: die Zwecksetzung des Wirtschaftssubjektes, gehören die Maximen, die ssin Verhalten bestimmen: ob Gelderwerb, ob Bedarfsbefriedigung das Ziel ist, ob der Betrieb rationell oder traditionahstisch gestaltet ist usw. Zu ihm gehört ferner der Verkehr mit den Arbeitern und der Kundschaft, der sich nach Regehi abspielt, die aus einer dem Wirtschaitssubjekte gesetzten Ordnung folgen (Vertragsabschlüsse usw.). Zu ihm gehört aber auch der ganze Prozeß des Baumwollspinnens selbst: Herric.htung des Rohstoffes, Bearbeitung des Rohstoffes mittels einer Maschinerie oder mittels Werkzeugen, Verpackung und Versendung des fertigen Erzeugnisses usw.Sombart, Wirtschaftsleben.1