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Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2002 zum Jahr der Berge ausgerufen. Den Initiativantrag stellte die Republik Kirgistan. Die Schirmherrschaft über das Jahr der Berge übt eine Teilorganisation der UNO, die FAO (Food and Agricultural Organization), aus, der die Nachhaltige Entwicklung der Berggebiete und der verantwortungsvolle Umgang mit diesen sensiblen Ökosystemen sehr am Herzen liegt. Der offizielle Auftakt für das Jahr der Berge erfolgte im November 2001 in New York, Veranstaltungshöhepunkt des Jahres 2002 wird der „Erdgipfel" in Johannesburg sein, der an die Klimakonferenz von Rio im Jahr 1992 anknüpft. Weltweit sind sich die Experten einig, dass die massiven Gebirgslandschaften höchst fragile Ökosysteme sind, die ebenso wie die Regenwälder geschützt werden müssen. Fast 80 % des Trinkwassers der Erde kommen aus den Gebirgsregionen, mehr als 10 % der Menschen leben in diesen Gebieten.
Österreich ist ein Land der Berge, zwei Drittel seiner Staatsfläche werden von den Alpen eingenommen. Das Alpenmassiv ist nicht nur eine erhaben bedrohliche Landschaft, reich an Schönheit und auch Gefahren, sondern Lebensraum für fast drei Millionen Menschen. Die Alpen sind für sie jene Region, die ihren Lebensunterhalt gewährleistet. Die Bergregionen sind aber auch wertvollste Lebensräume für Mensch und Tier, im Schatten der Viertausender gibt es noch immer große geschlossene Wildnisräume, in den mehr als 30.000 Tierarten leben. Im Sinne eines verantwortungsvollen Naturschutzes erfolgten in den letzten Jahren erstaunliche Wiederbesiedlungen ausgestorbener Tierarten. Bär, Wolf und Luchs sind wieder in den Alpen beheimatet, durch Auswilderung gelangen spektakuläre Wiederansiedlungen wie die des Bartgeiers.
Um seinem Willen und seiner Bereitschaft, die Erhaltung und den Schutz des alpinen Raumes zu gewährleisten, Ausdruck zu verleihen, trat Österreich 1995 der Alpenkonvention bei, die alle Politikfelder zum nachhaltigen Schutz der Alpenregion umfasst.