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Das Dünengras stand so hoch, daß die beiden vierjährigen Jungen ganz darin untertauchten; sie liefen geduckt, die Arme an sich gepreßt, dicht hintereinander. Es war die Zeit ihres Mittagsschlafs, aber sie hatten nur darauf gewartet, daß es im Haus still wurde. Sie hatten sich leise erhoben und über die Nachthemden die Trägerhosen aus blauer Leinwand angezogen; sie hatten sich nicht die Zeit genommen, in die Schuhe zu fahren; sie hielten sie noch immer in den Händen, aber ihre Fußsohlen waren von den scharfen Kanten des Dünengrases und dem körnigen Sand der Küste so abgehärtet, daß sie nichts spürten. Es war ein heißer Tag. Kein Vogel, keine Grille, nichts war zu hören, nur das Rascheln ihrer Sdiritte und ihr Atem. Sie bewegten den Wald blaßgrüner Halme nicht mehr als ein leichter Wind.
Den halben Weg zu dem Platz, von dem aus man den Zug sehen konnte, hatten sie bereits hinter sich — da kamen vom Haus her Rufe: »Handasyd! Handasyd!« Die hohe Frauenstimme dehnte jede Silbe so lange, daß sie danadi erst wieder Luft holen mußte. »Haaaaan — daaaaa — syyyyyd«, man hätte meinen können, sie riefe drei Namen.
Der Junge, der voranlief, bildete sidi nach seinem Zwillingsbruder um. Sinclair war stehengeblieben, plötzlidi unsicher.
»Mach schnell, sonst kommen wir zu spät«, drängte Handasyd. »Der Zug muß gleich dasein. Los!« Aber Sinclair zögerte. Er blickte den Pfad zurück, den sie in den letzten Tagen ausgetreten hatten, eine schmale