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KAPITEI, 1
osmanisches sultanat im jahr 725 der hidschra
Der gelbe Staub machte Arinna das Atmen schwer, aber die rissige Hand lastete wie ein Fels auf ihrem Nacken und drückte ihn nieder. Oschin konnte ziemlich grob
sein.
In der Nähe hörte sie das Geräusch vieler Hufe, deren Ga- f,
lopp in Trab überging und schließlich verklang.
»Sie sind fort.« '
Oschins mürrische Stimme war so laut wie zuvor, bevor er die Reiterkolonne gesichtet hatte, doch immerhin ließ er sie jetzt los.
Sie hob den Kopf und setzte sich schließlich im Schneidersitz hin. Die Stadt, die vor ihr lag, wirkte wie eine Festung aus gelben und roten Steinen. Nach rechts und links erstreckten sich gewaltige Mauern, und durch das noch offene Stadttor konnte sie Häuser sehen. Der Weg zur Küste, nach Konstantinopel, in die Freiheit und Sicherheit eines christlichen Landes führte dort hindurch. Durch das altehrwürdige Nikäa.
»Was ist das?«, fragte Arinna beunruhigt. Ihr Finger deutete auf die fremdartigen Gebäude. »Die Minarette da vorn Ist !
auch Nikäa besetzt?« ^
»Und wie«, antwortete der Kerl, der ihr vor einigen Tagen seinen Schutz angeboten hatte, spöttisch. »Schon seit mehreren Jahren. Das weißt du nicht?«
»Nein. Ich dachte, eine so heilige Stadt, in der die Kaiser von Byzanz residiert haben, könnte nie erobert werden «, gab ^. 1
Arinna kleinlaut zu. )
-^ä. 7