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VORWORT
Leider ist bald ein Jahrzehnt vergangen, seitdem ,,Herders Theologischer Kommentar zum Neuen Testament" mit R. Schnackenburgs Erklärung der Johannesbriefe (Frühjahr 1953) einen imponierenden Anfang nahm. Die zunehmende Sorge über das unerwartet langsame Voranschreiten dieses Kommentarwerkes verfolgte seinen hochverdienten Begründer Alfred Wikenhauser buchstäblich bis zur Todesstunde, die den rastlosen Arbeiter am 21. Juni 1960 von einem längeren qualvollen Siechtum erlöste. Nachdem mir mein verehrter Lehrer und Vorgänger die Verantwortung für die Verwirklichung seines letzten und größten wissenschaftlichen Anliegens anvertraut hat und mit beschwörendem Ernst ans Herz legte, weiß ich mich dem sachkundigen Bearbeiter der Petrusbriefe und des Judasbriefs, Herrn Kollegen Schelkle, Tübingen, für dessen mutigen und verheißungsvollen Neuanfang zu aufrichtigem Dank verpflichtet. Ein ausdrückliches Dankeswort schulde ich auch dein Sachbearbeiter des Verlags Herder, Herrn Dr. R. Scherer, der keine Mühe scheute, die geschätzten Mitarbeiter immer wieder mit verständnisvoller Nachsicht zu bedrängen. Erfreulicherweise besteht begründete Aussicht, daß die gedulderprobten Abonnenten und Interessenten hinfort jährlich mit wenigstens einem Band oder Halbband rechnen können. Autoren und Verlag erstellen damit das schönste Denkmal in Alfredi Wikenhauser piam memóriám!
Freiburg i. Br., August 1961
a. vögtle
Nach langer Unterbrechung der Reihe erscheint anmit ein weiterer Teilband von Herders Theologischem Kommentar zum Neuen Testament. Wie bei anderen Mitarbeitern verzögerten auch bei mir anderweitige Verpflichtungen die Arbeit an den für die Erklärung vor Jahren übernommenen neutestamentlichen Schriften. Wenn ich die Arbeit endlich abschheßen wollte, mußte ich auf meine ursprüngliche Absicht verzichten, die patri-stische Auslegungsgeschichte der vorliegenden Briefe vollständig Vers für Vers mitzubehandeln, wie ich es Römer 1—11 (Paulus, Lehrer der Väter, 2. Aufl. 1959) versucht habe. Das für 1 und 2 Petrus und Judas in ähnlicher Weise gesammelte Material mußte größtenteils in den Mappen liegenbleiben.
Den Herren Kollegen Professor Dr. Josef Schmid in München und Professor Dr. Anton Vögtle in Freiburg i. Br. danke ich für freundliche Hinweise, Fräulein Studienreferendarin Beate Russ, Herrn Assistent Adolf Smitmans und Fräulein cand. phil. Gertraud Franz für Hilfe bei der Durchsicht des Manuskriptes und der Lesung der Korrektur.
'M
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Tübingen, Ostern 1961
Karl Hermann Schelkle