Bővebb ismertető
Vorwort
Wenn der Wasserbau in den meisten Fällen die Wasserwirtschaft zur
Grundlage hat, so ist dies bei den Pumpspeicherwerken nicht immer der
Fall. Jedenfalls dann nicht, wenn lediglich Wasser mit einer unteren poten-
tiellen Energie auf eine höhere Energieebene gehoben wird. In diesem Fall
kann man ein Pumpspeicherwerk im ganzen als eine Maschine ansehen, die
elektrische Energie geringeren Werts in hochwertige Energie verwandelt.
Somit könnte man meinen, daß es lediglich Aufgabe des Maschinenbau-
ingenieurs ist, derartige Pumpspeicherwerke zu entwerfen und zu bauen.
Er wird dies aber in den meisten Fällen nicht können, da er nicht die
nötigen wasserbautechnischen Kenntnisse und Erfahrungen hat. Aber selbst
wenn er sie besitzen würde und beispielsweise als Pumpen- und Turbinen-
fachmann hinreichende Erfahrung im Rohrleitungsbau sowie in all den
anfallenden Einzelheiten hätte, würde er ohne den Elektroingenieur nicht
auskommen. Aber auch dieser wird nur Stückwerk schaffen, wenn er nicht
neben sich den Energiefachmann stehen hat. So stellt also das Pump-
speicherwerk eine Aufgabe dar, bei der nur eine Kollektivarbeit zum Ziel
führen kann. Darüber hinaus geht dieses Problem aber auch die gesamte
Bevölkerung etwas an5 da sie wissen muß — und dies ganz besonders im
Hinblick auf unsere Volkswirtschaftspläne —, daß elektrische Energie
nicht als ein unbeschränkt fließendes Gut zu betrachten ist.
Diese Bemerkung über diejenigen, welche an der Bedeutung eines Pump-
speicherwerks Interesse haben oder haben sollten, wurde vorausgeschickt,
um den hohen Wert des nachstehenden Werkes erkennen zu lassen. Es
braucht hiernach nicht besonders betont zu werden, daß eine Vielzahl von
Fachleuten es begrüßen wird, wenn nunmehr eine Zusammenfassung aller
Belange, die mit der Pumpspeicherung verknüpft sind, vorliegt. Daß ein
solches Buch nur ein Fachmann schreiben konnte, der bei dem großen
Pumpspeicherwerk Niederwartha bei Dresden mitwirkte, es plante und als
Bauleiter tätig war, ist beinahe selbstverständlich. Es ist dabei aber zu
begrüßen, daß nun nicht mehr bloß das dem Verfasser am nächsten liegende