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Das Buch- V, -fö.Als wir den Eingang des Germanistischen Seminars der Moskauer Universität betraten, grüßte uns ein handgemaltes Schild: guten tag, lieber herr boll, lieber herr gerlach, lieber herr hagelstange! . und ich muß gestehen, daß mich diese unmittelbare, naive Anrede rührte Es ging wenig sensationell zu in dem einfachen, gut besetzten, aber keineswegs überfüllten Hörsaal. Wir wurden von Lew Kopelew willkommen geheißen Die Begegnung, die Hagelstange beschreibt, wäre heute so nicht mehr möglich. Richard Gerlach ist tot, Lew Kopelew lebt im Westen. Dennoch ist es im Schatten von Rüstung und Nachrüstung wichtiger denn je, einmal nachzulesen, was drei Schriftsteller aus der Bundesrepublik Deutschland vor zwanzig Jahren, lange vor der offiziellen Entspannung in Leningrad, Moskau und Tiflis an Menschlichkeit, Freundschaft und Hoffnung entdeckt haben. Daß die Beobachtungen Hagelstanges nicht unkritisch (und überdies mit einer Prise Humor gewürzt) sind, versteht sich bei diesem souveränen Stilisten von selbst.Der AutorRudolf Hagelstange, geboren am 14. Januar 1912 in Nordhausen/Harz, war zunächst Feuilleton-Redakteur, wurde 1940 Soldat und lebt heute als freier Schriftsteller in Erbach. Er unternahm ausgedehnte Reisen nach Süd- und Nordamerika, dem Nahen Osten, Südostasien, Indien, Japan und der UdSSR. Wichtige Werke: >Spielball der Götter< (1959), >Altherrensom-mer< (1969), >Das Haus oder Baisers Aufstieg< (1981) Romane; >Der schielende Löwe< (1967), Reisebericht; >Zeit für ein Lä-cheln< (1959), >Alleingang. Sechs Schicksale< (1970), >Tränen gelacht. Steckbrief eines Steinbocks< (1977), >Der sächsische Großvater< (1979), Prosa; >Venus im Mars< (1972), Liebesgeschichten; Venezianisches Credo< (1945), Lyrik.