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Ein Traumziel wählen
Es ist zwanzig Jahre her. Als ich damals in den »wohlverdienten Ruhestand« trat, wünschte ich mir, es läge nun nach langen Jahrzehnten der Unruhe und des unablässigen Unterwegsseins eine Zeit des gelassenen Friedens vor mir. Der Reisen, der Sitzungen und der Termine werde ein Ende sein, das Telefon werde vornehme Zurückhaltung üben und die Besucher sich auf die freundlichen und angenehmen beschränken. Ich stellte mir vor, nun würde ich in Frieden vor dem Haus sitzen, auf einer Bank, zusammen mit meiner Frau, und die Abendsonne genießen. In meine gejagte Seele werde endlich die Ruhe einkehren und eine Altersweisheit voll gelassener Ausgeglichenheit. Hat man sich das nicht seit Urzeiten so oder ähnlich gedacht? Waren es nicht von jeher die altgewordenen Frauen und Männer gewesen, von denen viele Menschen erwarteten, sie schauten dem Getriebe und Gelärme in ihrem Dorf oder in ihrem Land in Gelassenheit und abgeklärter Weisheit zu und hätten hin und v^deder einen freundlichen Rat aus langer Erfahrung?
Vor einiger Zeit saß ich mit dem Dalai Lama zu Tisch. Freundlich lächelnd, gelassen,
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