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Am Fuße des Leuchtturms von Möwenort, weitab von jedem Dorf und jeder Stadt, wohnte in einem schönen alten Rohrdachhaus Timm Tammer. Er war acht Jahre alt und viel allein, besonders jetzt in den großen Ferien. Eines Morgens, als Timm sehr früh zum Strand hinunterlief , entdeckte er fünf kleine Zelte, zwei graue und drei grüne, die Leinwand straff vom Tau der Nacht. Sie ruhten im Heideland hinter der hohen Düne, umeinandergeschart wie schlafende Küken.
Vor dem obersten Zelt steckte senkrecht im Sand ein blauer Wimpel. Sein Tuch schlug flink im Wind, und Timm hörte das hurtige Flattern winzig und fremd vor dem großen Gebrause der See.
Der Wimpel und die Zelte waren einsam, ohne Wache, keine Menschenseele war zu sehn. Ein schwarzer Kochtopf lag umgestülpt neben dem Wimpelschaft, und über den Zeltschnuren hingen in bunter Reihe Badehosen und drei, vier, fünf Badeanzüge.
Also sind auch Mädchen dabei, dachte Timm, und keine Wache. Sie schlafen die ganze Nacht und lassen alles ohne Wache. Man müßte ihnen den Wimpel rauben. Dann sah Timm sich um, rundherum, und erschrak ein bißchen. Zehn Schritte hinter ihm stand ein Junge, stand dort ganz stumm und blickte aufmerksam herüber. Jetzt kam er näher, und Timm ließ ihn kommen, rührte sich nicht von der Stelle.
Der Junge war lang und dünn und hatte kohlschwarzes Haar bis in die Stirn. Er war größer als Timm und älter als Timm,
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