Bővebb ismertető
VORWORTSeit dem Erscheinen der 2. Auflage (1927-1932) hat sich die allgemein-geschichtliche wie die kirch-lich-theologische Lage gewandelt. War die 2. Auflage noch überwiegend aus deutscher Sicht gestaltet, so haben sich für die Neuauflage weiterreichende Aufgaben abgezeichnet. Der gesamte Bereich der orthodoxen Kirche ist einbezogen; ebenso wurde auch der Ökumene, der Mission und den jungen Kirchen ein ihrer Bedeutung entsprechender Raum gegeben.Den theologischen Hauptdisziplinen und der Religionsgeschichte wurden die biblische und die christliche Archäologie und Kunst, das Kirchenrecht und die Kirchenmusik als Eigenfächer beigeordnet; dazu kamen in sachnotwendiger Auswahl die Pädagogik, die Literaturwissenschaft und die Sozialwissenschaft.Der Vermehrung des Stoffes entspricht eine Ausweitung des Umfangs auf 6 Textbände und einen Registerband. Es erwies sich als notwendig, in der Anlage des Ganzen Sachartikeln und zusammenfassenden Hauptartikeln den Vorzug zu geben. Daher mußte die Vielzahl biographischer Sonderartikel, vor allem für das 19. und 20. Jahrhundert, beschränkt werden. Einen Ausgleich dafür bieten die wissenschaftsgeschichtlichen Übersichtsartikel, in denen die einzelnen Wissenschaftszweige mit ihren entscheidenden Vertretern besprochen werden. Der Registerband wird den Gesamtstoff erschließen; darüber hinaus wird er biographische Notizen über die Mitarbeiter am Lexikon enthalten.Der Veranschaulichung einzelner Artikel dienen Bildtafeln und der allgemeinen geographischen Orientierung die als Neuerung aufgenommenen 26, zum Teil mehrfarbigen Karten. Besonderer Wert wurde auf eine sorgsame Zusammenstellung der bibliographischen Angaben gelegt.Auch im weiten Kreis der Mitarbeiter aus dem In- und Ausland, dem gegenüber sich die Herausgeber zu aufrichtigem Dank verpflichtet wissen, spiegelt sich die neue Zielsetzung der RGG wider. Der christliche Glaube im evangelischen Verständnis soll die Neuauflage des Werkes bestimmen. Er ist die ordnende Mitte, von der aus kritisch zu allen Erscheinungsformen des Religiösen Stellung genommen wird. Dabei werden die Spannungen und Gegensätzlichkeiten wissenschaftlicher Meinungen und Standpunkte weder zugunsten einzelner theologischer Richtungen noch einer sachwidrigen Uniformität zuliebe unterdrückt. Es handelt sich also um eine wissenschaftlich und kirchlich verant-