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Einleitung nie Artums: Der große König Artus1. Der verschollene KönigIf King Arthur did not live, he should have.Sir Winston ChurchillEs war an einem bemerlcenswert stillen Heiligen Abend vor etwa fünfzehn Jahren, als ich in einem altfranzösischen Text etwas entdeckte, was meiner Arbeit die Richtung wies: Ich beschloß, die Herausforderung, welche die Dichter und Gelehrten des Mittelalters an uns gerichtet haben, anzunehmen, den Rätseln und Geheimnissen, die König Artus und sein Reich umgeben, gegenüberzutreten - und diese Rätsel zu lösen. Zuerst und vor allem aber sollte der Beweis geführt werden, daß König Artus eine historische Person war, daß er wirklich existiert hat.Wer war er? Ein mannhafter Mann, ein Sohn, ein Bruder, ein Gatte, ein Onkel? Ein wohlwollender Förderer junger Talente, selber ein erfahrener, berühmter Kämpfer? Einer, dem es gegeben war, alles Krumme gerade zu richten, letzte und höchste Instanz in Zeiten der Not? Ein idealer Herrscher, in dem Recht und Gerechtigkeit und harmonische Ordnung sich verkörperten? Verteidiger des keltischen Reichs, rettender Held seines Volks? Der größte und beste aller Könige?Oder war er aus dem Stoff, aus dem Dichtung und Legende sind: mythischer Heros der Kelten, Herrscher über ein Reich voller Zauber, der nichtsdestoweniger den Ehebruch seiner Frau, den Verrat eines mächtigen Vasallen erleben mußte? Sicher ist, daß kein anderer Held des Mittelalters eine derart herausragende Position in einer vergleichbar großen Zahl von Werken der Weltliteratur einnimmt wie König Artus. Wer würde nicht davon gefesselt, wenn Sir Thomas Malory Aufstieg und Fall von König Artus' keltischem Reich schildert? Und wen rührte nicht Alfred Lord Tennysons coming und passing des Artus? In Deutschland und Skandinavien, in der Schweiz und in Frankreich, in England, Wales, Schottland und Ir-