Bővebb ismertető
%
/m das Ende des zwölften Jahrhunderts lebte die Gräfin Gismonda auf ihrer Burg am Rhein.
Ihreh Vater hatte sie nie gesehen; denn der war mit dem herrlichen Kaiser Barbarossa in das Land Italien gezogen, um die aufständischen Lombarden für ihre Un= treue zu strafen — aber damals hatte das Glück den rot= bärtigen Kaiser Friedrich verlassen, Seuchen brachen in seinem Heere aus, heimtückisch versperrten ihm die Welschen den Rückweg über die Alpen, und unter den Rittern, die jene Pässe mit ihrem Herzblut erkämpfen halfen, war auch der Vater Gismondas mit seinen Ge= treuen gewesen. Nur Frido, der Knecht, fand die Straße zum Rhein zurück und mußte der Gemahlin des Grafen melden: daß sie Herrn Harro niemals wiedersehen würde.
Da kniete die Gräfin weinend nieder und schlang ihre weißen Arme um das Töchterlein des Toten, das sie vor einem Jahre geboren hatte.
Seit jenem Tage war die Burgfrau verwelkt wie eine Herbstrose, die sich sehnsüchtig hinüberneigt nach dem