Bővebb ismertető
DIE BILDHAUERKUNST IN DER ZEIT DES FEUDALISMUS Neben der Weberei und der Keramik nimmt die dekorative Bildhauerei in der rumánischen Volkskunst eine führende Stelle ein. Seit uralten Zeiten verziert der rumánische Bauer sein Haus, seine Möbel und Werkzeuge mit wundervollen ornamentalen und figürlichen Holzschnitzereien. Das monumentale Tor, das den Eingang zum Bauernhof bewacht, die Pfosten des Vorflurs oder der Veranda, die Türen, Fensterrahmen und Deckenbalken, die vielerlei zum Alltagsleben der Landbewohner gehörenden Gegenstánde sind mit bald zarten, bald kraftvollen geometrischen Verzierungen versehen, die mitunter von Pfíanzenmotiven oder sogar von mannigfaltigen, stilisierten Tierfiguren ergánzt werden. Die Gestalt des Menschen erscheint nur selten in dieser Volksskulptur, doch überall macht sich seine schaffende Hand bemerkbar, seine Arbeitsfreude und sein unerschütterliches Vertrauen in die Kráfte des Lebens. Alle diese Eigenschaften kommen in den Schöpfungen Tausender anonvmer Bildner in o-lanzender Weise zum Ausdruck. J o Gleichlaufend mit der Volksskulptur entwickelt sich in unserem Lande in der Zeit des Feudalismus eine ebenfalls dekorative Bildhauerei, die dem Schmuck von Bauten - Fürsten- und Bojarenpalásten, Kirchen und Klöstern - dient. Auch hier kommen háufig geometrische Motive vor: Flechtwerk, das an die Zierleisten altér rumánischer Handschriften gemahnt, Rosetten und Kerbungen in Zahnschnittform, wie man sie in den Schöpfungen der Bauernkunst antrifft. Wahrend diese aber nur in PIolz geschnitzt sind, verwenden die Bildhauer der Feudalzeit sowohl Stein als auch Holz als Material, verbinden sie haufíg und gelangen auf diese Weise, durch verschiedene Verfahren, zu einer groí3en Vielfalt an Formen. In der Frühperiode - bis gegen Ende des 17. Jahrhunderts - herrscht in der Skulptur das Flacbrelief vor und nicht das vollplastische Bildwerk; eher wird auf Lichtund Schattenwirkungen Bedacht genommen als darauf, die Massen zur Geltung zu bringen. Es ist die Zeit, da eine Reihe der bezeichnendsten Baudenkmáler unserer altén Kunst entstehen. Bauten, wie die vom Fürsten Neagoe Basarab errichtete Bischofskirche in Curtea de Ar^res oder die unter der Herrschaft Radu des GroBen ^eschaffene Klosterkirche Dealu, o > ° stellen wahre Schátze dekorativer Bildhauerkunst dar, in denen orientalische Elemente armenischer und georgischer Herkunft mit Motiven verflochten sind, die von der einheimischen Kunst angeregt wurden. Gewöhnlich auf Tűr- und Fensterumrahmungen, auf Gestühl und Grabsteine beschrankt, erstreckt sich die dekorative Skulptur nur ausnahmsweise über die gesamte AuBenflache des Baudenkmals, wo sie ein wahres Spitzenwerk in Stein bildet,