Bővebb ismertető
ZUR BAUGESCHICHTE DES BURGPALASTES
König Béla IV. ließ in den Jahren nach dem Tatarensturm auf der Südwestspitze des Budaer Burgberges eine Befestigungsanlage vor allem zur Verteidigung, bestehend aus Schutzmauern, einem Bergfried und einer Innenburg, errichten, an die sich nach Norden hin eine Bürgerstadt anschloß.
Laut der neueren Forschungen stand die königliche Residenz, die sog. Magna Curia Regis im nördlichen Teil des Burgberges, in der Umgebung des Szombat- (später: Wiener) Tores. Buda wurde während der Anjous zur tatsächlichen Hauptstadt des Landes. Ludwig der Große und sein Hof zog von Visegrád endgültig nach Buda um und gleichzeitig ließ er die Festung von Béla IV. erheblich erweitern (Gebäude um den „kleinen Hof", Stephansturm). Die Säle im Erdgeschoß sowie der Keller mit Bogenreihe im Palast von Sigismund sind bis heute erhalten geblieben (Ausstellungsraum des Budapester Historischen Museums). Der sog. Csonka-Turm stand an der Stelle des heutigen Löwenhofes (seinen Grundriß zeigen die hellen Spuren auf dem Boden des Hofes). Das 1974 erschlossene gotische Fragmentengruppe stammt wohl aus der Epoche des Königs Sigismund: fragmentarische Figuren von Rittern, Heiligen, Bischöfen und Propheten. Während König Matthias wurde der Palast unter der Leitung des Baumeisters Chimenti Camicia mit einem Stockwerk, einer Kapelle und Räumen für die Bibliothek des Corvina erweitert.
Nach der Niederlage von Mohács erlitt der Palast schwere Schäden. Mit dem Wiederaufbau wurde Johann Hölbling beauftragt, der zwischen 1715 und 1724 die mittelalterlichen Mauern praktisch bis auf den Grund abtragen und die Burggraben mit dem Schutt zuschütten ließ. Auf dem so gewonnenen Gelände wurde ein einfacher schmuckloser viereckiger Gebäudeblock errichtet, an den sich in nordwestlicher Richtung ein langgestreckter Flügelbau anschloß. Dieser Gebäudekomplex beinhaltet heute die Räume des Budapester Historischen Museums (Gebäude E).
Die Geschichte der Gebäude der Ungarischen Nationalgalerie reicht in die Zeit der Kaiserin Maria Theresia zurück. Die Arbeiten wurden nach den Plänen des kaiserlichen Oberbaumeisters Jean
6