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Von sanfter Kraft spricht heute kaum jemand, weit mehr vom Gegenteil: von Power, von Lautstärken bis zum Unerträglichen, von Männern mit hochgetrimmten Muskelpaketen, von PS-Riesen der Formel I, von Weltraumraketen mit unglaublichen Schubkräften, von der Megakraft alles vernichtender Nuklearwaffen. Aber dann geschehen auch die schweren Unglücke, ein IGE entgleist und rast gegen einen Brückenpfeiler; eine Weltraumrakete explodiert mitsamt den Menschen in der Kapsel; Jumbo-Jets stürzen ab und zerschellen. So hat Power auch ihre technischen Grenzen und birgt in sich ihre tiefen Gefährdungen.
Wer denkt noch an sanfte Kräfte, an Kräfte, mit denen Gott uns zu sich zieht, an Kräfte, in denen uns seine Liebe begegnet, an Kräfte, die von der Schönheit der Schöpfung her in uns Aufbauendes auslösen? Wer denkt an Kräfte Gottes, die uns in der Stille leiten wollen, die uns das Geheimnis der Freude aufschließen, die uns der Vergebung gewiß machen, die innere Brük-ken bauen, v^o menschliche Brücken durch Schuld zerstört worden sind? Wie schnellebig ist unsere Zeit geworden! Rastlosigkeit, Unruhe, Hast, Streß bestimmen den Menschen; nur Leistung zählt. Können wir noch in der Stille Empfangende sein? Kann unsere Seele noch Atem schöpfen? Können wir noch mit den Augen des Herzens sehen? Gehen wir noch das Wagnis des Glaubens, des Vertrauens auf Gott ein — mit allen Konsequenzen, die das einschließt? Wissen wir noch, daß