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Es war noch dunkel, als sie sich erhob. Sie machte sich nicht die Mühe, nach der Kerze zu tasten, bevor sie aufstand, den Raum durchquerte und zu dem Tisch ging, wo die Waschschüssel stand. Da sie in der Nacht nicht sehr viel geschlafen und die letzten Stunden damit verbracht hatte, auf das Anbrechen des Tages zu warten, waren ihre Augen an die Dunkelheit ge-wöhnt.Ihre Haut zog sich unwillkürlich zusammen, als sie die dünn gefrorene Oberfláche des Wassers durchstiefi. Es war noch November, doch der Winter hatte bereits Einzug gehalten. Unwillkürlich erinnerte sie sich an ein Jahr, in dem der Frost áhn-lich früh gekommen war, an einen anderen November, der zwanzig Jahre zurück lag: den November, in dem sie geheiratet hatte. Sie holté kurz Luft und tauchte ihr Gesicht vollstándig in das Wasser. Sie hatte nicht die Absicht, sich jetzt an ihre kurze, verhafíte Ehe zu erinnern, da die Gegenwart ohnehin genug Probleme bereithielt. Aufierdem schienen jenes sechzehnjáh-rige Mádchen, deren Furcht und deren Zorn einem anderen Leben anzugehören.Es war besser, an alltágliche Argernisse wie den Umstand zu denken, dafí sie noch keinen Ersatz für ihre entlassene Zofe ge-funden hatte. Allerdings war ihr das gelegentlich sogar ange-nehm. Es dauerte gewifi lánger, sich alléin anzukleiden, aber auf diese Art konnte sie sich auf die Ereignisse des kommenden