Bővebb ismertető
Zu den Tiergruppen, die in der Allgemeinheit wenig Beachtung und Freunde finden, gehören die Schnecken. Sie gelten wegen ihrer sprichwörtlichen Langsamkeit für langweilig oder wegen ihrer Schleimabsonderung für eklig, und die Artenkenntnis beschränkt sich auf ihre größten Vertreter, die Weinbergschnecke und die schwarzen, braunen oder roten Wegschnecken.
Es leben aber in Mitteleuropa etwa 280 Arten, von denen uns die Süßwasserschnecken und unter ihnen die Schlammschnecken (Lymnaeidae) in ihren Merkmalen, ihrem Bau und ihrer Lebensweise näher beschäftigen sollen.
Sammeln und Präparieren
Um zunächst einmal einen Überblick zu bekommen, machen wir eine Exkursion zu einem Teich oder einer ruhigen, pflanzenreichen Seebucht. Die Natur selbst, nicht trockenes Bücherstudium soll unsere Lehrerin sein, das gilt auch für jeden, der sich mit Weichtieren (Mollusken) ernstlich beschäftigen will. Als Sammelausrüstung brauchen wir ein an einem Drahtbügel befestigtes Netz aus derbem Stoff, das an einem Spazierstock oder einer Bambusstange angeschraubt werden kann, einige Gläser mit Korken oder Blechschachteln, eine Pinzette und eine Lupe, die eigentlich jeder Naturfreund immer bei sich haben sollte. Einige Netzzüge zwischen den Wasserpflanzen oder im weichen Schlamm vom Ufer oder einem Kahn aus werden uns außer zahlreichen Wasserinsekten, Spinnen- und Krebstieren sowie verschiedenen Würmern auch die häufigsten Wasserschnecken als Beute liefern. Als größte und zugleich nirgends seltene Art fällt die Spitzschlammschnecke (Lymnaea stagnalis) mit ihrer spitz ausgezogenen Schale auf, die ihr ähnliche, aber schlankere Sumpfschlammschnecke (Galba palustris), die eiförmige und breit ohrförmige mit ihnen verwandte Radix ovata und R. auricularia (Ohrschnecke). Alle sind Vertreter der eingangs genannten Familie der Schlammschnecken (Lymnaeidae). Häufig ist auch die viel kleinere Blasenschnecke (Physa fontinalis) mit dünner, glänzender und in anderer Richtung, nämlich nach links gewundener
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