Bővebb ismertető
„Frauen sind Gnadengesdhenke des Himmels an die Männerwelt." M. G. Saphir, München I83O.
Einleitung
Der Wedisel der Kulturformen beeinflußt in hohem Maße die erotisdien Beziehungen zwisdien Mann und Frau; je entwidtelter ein Mensdi ist, um so mehr verfeinert sidi seine Liebe. Die beiden Höhepunkte der Frauenverehrung hegen in den Zeiten des Minnegesanges und der deutsdien Romantik. Im zwölften und dreizehnten Jahrhundert hat sidi die „weltlidie Minne" sdiließlidi zum Meirienkult sublimiert. Von den Romantikern wird die Frau zwar weniger „vergött-lidit", aber desto intensiver in den Mittelpunkt des psydio-logisdien Interesses gerüdtt.
Es gibt von der Wende des aditzehnten bis zur Mitte des neunzehnten Jahrhunderts kaum einen deutsdien Sdirift-steller, der nidit ein Frauensdiidcsal in einem Drama oder in einem Roman behandelt hätte. Die ganze Skala der weib-lidien Empfindungen sdiwingt aus den Diditungen der Zeit; es sei hier erlaubt, audi die außerhalb der romantisdien Sdiule stehenden Klassiker heranzuziehen. Neben die Heroinen: Iphigenie, Leonore, Jungfrau von Orleans, die durdi Überwindung der weiblidien Sdiwädien zu gesdileditsloser Mensdilidikeit und Größe sidi emporringen, treten die großen Liebenden: Penthesilea, Käthdien von Heilbronn,