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Vorwort
F
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'ingebettet in das letzte Grün der Hochtäler, zwischen der Wald- und Felsregion, sind die Almen ein prächtiges Stück J Kulturland in der oft feindlich scheinenden Welt des Hochgebirges.
Fast wie selbstverständlich ducken sich die Almhütten in die Geländefalten. Oft bilden sie mit der Umgebung eine derartige Einheit, daß man glauben könnte, sie waren hier schon immer. Ein besonderes Geschenk ßr unsere stadtgeschädigten Sinne sind die harmonischen Holzbauten der Almhütten: Sonnengebeizte Lärchenholzwände, holzschindelgedeckte, flache Satteldächer, oft mit Steinen gegen die Gewitterstürme beschwert.
Auf den Almen können wir noch uraltes Brauchtum erleben. Über offenem Feuer wird die Milch in blankgeputzten Kupferkesseln erhitzt, und über offenem Feuer werden auch oft noch Muas und Sterz gekocht.
Gelassen grasende Rinder vermitteln uns ein selten beruhigendes Bild, und unübertroffen ist für uns Städter auch das Erlebnis der Blütenpracht der Bergflora.
Die Menschen auf der Alm sind schlicht; manchmal scheinen sie auch grob und hart. Für seichtes Geplapper haben sie wenig Verständnis. Das „Du", das die meisten auch dem Fremden gegenüber selbstverständlich verwenden, ist keine Anbiederung, sondern ein besonderer Vertrauensbeweis an den, der den oft mühevollen Aufstieg zur Alm auf sich genommen hat.
Die Almleute scheuen keine harte Arbeit und sind auch unverzagt bereit, nach Lawinenkatastrophen die Hütten wiederaufzubauen: „ Dem Urgroßvater hat die Lahn die Hütten weggerissen, in der Generation des Vaters ist das Unglück ausgeblieben, aber mich hat es halt wieder erwischt", kann man fast gleichmütig hören.
Vor allem dort, wo noch Kühe aufgetrieben werden, kann man das echte Almleben erfahren. Es ist bewegend, zu erleben, wie hier oft die Tradition von Jahrhunderten in unsere Zeit hereinreicht.