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VORKLANG
Gedichte
Gedichte sind gemalte Fensterscheiben! Sieht man vom Markt in die Kirche hinein, Da ist alles dunkel und düster; Und so siehts auch der Herr Philister: Der mag denn wohl verdrießlich sein Und lebenslang verdrießlich bleiben.
Kommt aber nur eirmial herein! Begrüßt die heilige Kapelle; Da ists auf einmal farbig helle, Geschieht und Zierat glänzt in Schnelle, Bedeutend wirkt ein edler Schein; Dies wird euch Kindern Gottes taugen, Erbaut euch und ergötzt die Augen!
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Goethe
Los des Lyrikers
Stets am Stoff klebt unsere Seele, Handlung Ist der Welt allmächtiger Puls, und deshalb Flötet oftmals tauberem Ohr der hohe Lyrische Dichter.
Gerne zeigt jedwedem bequem Homer sich, Breitet aus buntfarbigen Fabelteppich; Leicht das Volk hinreißend erhöht des Dramas Schöpfer den Schauplatz:
Aber Pindars Flug und die Kunst des Flaccus, Aber dein schwerwiegendes Wort, Petrarca, Prägt sich uns langsamer ins Herz, der Menge Bleibts ein Geheimnis.