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GOTTHEITEN UND GÖTTER DER GRIECHEN UND RÖMERLIch darf nur weniges sagen, die Fülle der Sagen und Überlieferungen könnte übermütig machen. Und ich muß dennoch in einigem über das hinausgehen, was uns in den alten Geschichten entgegentritt, und die Götter der Griechen und Römer aus größeren Zusammenhängen zur Schau bringen, man würde sonst manches nicht verstehen.Der Glaube beider Völker, die ihre Gottheiten einander anzuähneln versuchten, entspringt dem Kreis der indogermanischen Vorstellungen. Sie gelten im Ursprung dem einen Ewigen, dessen Name in vielen Anrufen des Höchsten wiederkehrt. Im Germanischen ist es Tiu oder Ziu (Dienstag), im Römischen Jupiter (Djuspater), im Griechischen Zeus, im Indischen Djaus. Jener Vater der Welt" ist unnahbar, gütig, lichtspendend und schuf Menschen und Erde und All. Aber die Menschen haben unter ihm ihren eigenen Götterhimmel aufgebaut; ihre Götter, gute und schlimme Wesen, sind oft Spiegelbilder der Irdischen, soweit nicht irdisches Leben ein Spiegel der Himmlischen ist. Alle Völker haben im Lauf der Jahrtausende ihre Sagen neu gedichtet, erweitert und sie in ihren Liedern bunt timrankt oder in nüchterne Welten zurüdc-gescheudit. Manches wurde auch von den europäisdien Urvölkern übernommen, die besonders zu den Gestalten der kleinen Götter vieles Sdiöne beigetragen haben.Zu diesen Geringen" gehören zumeist die GOTTHEITEN DER GEWÄSSER, DER ERDE UND DER UNTERWELT.Von der Unterwelt zunädist:Griechen und Römer, um die es sich hier handelt, haben, anders als der germanisdie und indische Glauben, der den Edlen oft im Jenseits belohnte, eine düstere Vorstellung vom Leben nach dem Tode. HADES oder PLUTO beherrscht die Unterwelt, die Seelen der Verstorbenen hausen in lichtlosen Räiunen. Erst wenn man ihnen Blut oder Brot und Milch spendet, erwachen sie, etwa um Antwort zu geben, aus ihrer Dumpfheit. PERSEPHONE (lateinisch PROSERPINA) ist des Hades Gattin, er hat sie ihrer Mutter, der Erdgöttin der Fruchtbarkeit (Demeter, Ceres), entführt. Zeus, der zwischen Gatten und