Bővebb ismertető
Freund, nun geht es in ein heihg Land: Aus blauen Fluten taucht der Griechen Strand. Vergangenheit den Suchenden umfängt. Der heut nach ihm den Kiel, die Schritte lenkt. Uralt Gemäuer grüßt vom Felsen her. Von Heldentat und -toden raunt das Meer. Fort zog die Nymphe aus dem Uferhain, Verlassen steht der breite Opferstein. Es blitzt kein Stahl, es dampft kein frisches Blut, Nur Harz- und Lorbeerduft imd Sormenglut. Zum Himmel ragt entthronten Gottes Bild. Im steirdgen Acker rosten Schwert und Schild,^Und manches Alltags-, manches PrunkgerätKZur Sdiau gestellt an fremdem Orte steht. Hier aber, hier ist alles Gegenwart! Die Flamme loht. Es ruft der Gott zur Fahrt. Es hallt die Flur von Saitenspiel und Tanz. Des Siegers Stirn umrahmt der kühle Kranz. Die Freude jauchzt, des Schmerzes Träne rinnt. Am Schicksalsfaden stumm die Moire spinnt. Des blinden Sängers Blick durchdringt nüt Madit Das Licht des Himmels wie der Erde Nacht. Und Näh tmd Feme lauschen seinem Wort : Zur Völkerheimat wird der Erdenort. Schlag auf dies Buch mit ehrfurchtsvoller Hand: Bedenk, o Freund, es geht nach Griechenland!Vom Werden der Welt und vom Wirken der GötterGaia und UranosI m Anfang war das Chaos. Es war ein unendlicher, [ gähnender Weltenabgrvind, nidit hell noch dunkel, nicht warm noch kalt, weder tönend noch stumm. Hätte ein Mensch wie wir sidi mit Zauberflügeln durch diesen unermei31ichen Abgrund bewegen I können, er hätte mit seinen irdischen Sinnen nichts gesehen, nichts gehört, nichts gefühlt. Dennoch war das Chaos nicht leer! Es war die Heimat aller Götter und Geister, urgewaltiger Wesen, die auf die große Stunde warteten, da die Schöpfung be-gmnen sollte. Alles, was später entstanden ist und uns heute teils siditbar, teils unsichtbar umgibt, war schon im Chaos vorhanden: wie ein Keim ruhte es in den erhabenen Gedanken und im tatbereiten Willen der Urgötter.Kämpfe durchwogten das Chaos, wilde Kämpfe aber ein Menschenwesen von heute, einsam und verloren im grenzenlosen Raum, hätte nichts davon wahrgenommen; denn nodi wehte nicht der leiseste Hauch, noch lebte nicht der zarteste Lichtstrahl, noch war nichts vorhanden, woran die Urgötter ihre Kraft erproben und ihre Absichten erweisen konnten, weder Luft noch Feuer, weder Wasser noch Erde. Nirgends herrschte sichtbare Bewegung, nur Totenstille imd Finsternis.Audi das begnadete Auge der Seher, das weiter und tiefer blickt als der Sinn gewöhnlicher Menschen, vermodite das Chaos nidit zu durchdringen. Nur bis an seine Schwelle reichte die Rückschau der Weisen und Dichter des Griechenvolkes, und keiner wußte zu sagen, was sich jenseits begab. Was sie aber sahen imd kündeten, war dies: Eines Tages habe sich ein belebendes Sdiimmern und wärmendes Glimmen durch das ganze Chaos verbreitet, imendlich zart: das kam von Eros, dem Gott der himmlischen Liebe, dem ältesten der Götter. Sein keusdies Licht belebt nodi heute die ganze Schöpfung und verbindet ihre Wesen, gute wie böse, untereinander; und so belebte