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Auf den Wállen von Fort LiefkenhoekEs war eine dunkle, stürmische Nacht in den ersten Tagén des Novembers, im Jahre 1599, als die spanische Schildwache auf dem Fort Liefkenhoek, an dem flan-drischen Ufer der Schelde, das Lármzeichen gab, die Trommel die schlafende Besatzung wachrief und ein jeder - Befehlshaber wie Sóidat - seinen Posten auf den Wállen einnahm.Die Wellen der Schelde gingen hoch, und oft warfen sie ihre Schaumspritzer den fröstelnden Südlándern über die Brüstungsmauern ins Gesicht. Scharf pfiff der Wind von Nordost, von den Provinzen herüber, und die Spanier wuíken schon lange, dafí aus der Richtung ihnen selten etwas Gutes komme.Auch auf dem Fort Lillo, auf der brabantischen Seite des Flusses, wirbelte die Trommel, klang das Horn: deutlich vernahm man durch das Getöse des Sturmes, durch das Brausen der Wasser fernen Kanonendonner, welcher nur von einem Schiffskampf auf der Wester-schelde herrühren konnte.Die Wassergeusen spielten ihr altes Spiel.Was kümmerte dieses Amphibiengeschlecht der Sturm und die Finsternis? Waren Sturm und Nacht nicht seine besten Verbündeten? Wann hátte je ein Wassergeuse das stürmische Meer und die Finsternis gefürchtet, wenn es galt, seine Todfeinde zu überlisten, die Ver-wüster und Bedránger seines den Wogen abgekámpften Vaterlandes zu vernichten?Gráftlich aber war der Krieg ausgeartet.Zweiunddreifíig Jahre dauerte nun schon dieses fürchterliche Hin- und Herdrángen der kámpfenden