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Der Bauer und der böse StierAuf dem Viehmarkt zu Krimml bot man jeher gute Tiere an. Da kamen oftmals Bauern von weither, um das eine oder andere für Stall und Haus zu kaufen. So hatte auch ein Bauer einen kräftigen Stier erhandelt und brachte ihn nach Hause. Doch hatte er mit dem Tier seine liebe Not. Es war bockbeinig und bösartig. Und hätte er es tun können, wäre er am liebsten wieder über die Tauern zurückgelaufen, um den Handel rückgängig zu machen, denn ein solches Tier im Haus zu wissen, das ist keine Freude. So aber schlug er auf den Ochsen ein und verfluchte ihn zu allen Teufeln.Als er erneut auf das Tier losschlug, wurde es wütend, sprang in die Höhe, um im nächsten Augenblick mit den Vorderfüßen den Boden so zu zerscharren, daß eine kleine Grube entstand. Doch waren unter den herausgeworfenen Steinen auch solche, die einen goldenen Schimmer hatten.Da langte der Bauer schnell zu, denn er meinte, was so golden'blitze, könne nur pures, nichts anderes als pures Gold sein. Kaum hatte er das Tier unter Dach und Fach, lief er schon zu einem Goldschmied hin, um ihm seinen Fund zu zeigen. Der untersuchte das Erz, fand aber, daß es nicht Gold-, sondern Kupfererze seien, die er gefunden habe.' Der Bauer war deswegen nichj verdrossen. Denn als man anfing zu graben, kamen mächtige Erzlager hervor. So wurden Knappen über die Krimmler Tauern herübergerufen, und die mußten ein Bergwerk gründen, das bald gut in Blüte stand.Das Glück von der Prager KarlsbrückeIn Prag werden die beiden Ufer der Moldau durch die Karlsbrücke verbunden. Die Menschen, die sie benutzen, wissen nichts davon, was sich hier einmal zugetragen hat.Das ist schon lange her und muß in der ersten Hälfte des6